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BUCHS: Glanzvolle Leistung zwischen Passion und Ostern

Der Kleine Sarganserchor hat in der katholischen Kirche zur Fastenzeit ein Konzert mit geistlicher Musik aufgeführt. Die Werke stammen alle von berühmten Komponisten.
Alfred Kesseli (rechts) überzeugte als Bass-Solist einmal mehr mit seinem gewaltigen Stimmvolumen. (Bild: Hans Hidber)

Alfred Kesseli (rechts) überzeugte als Bass-Solist einmal mehr mit seinem gewaltigen Stimmvolumen. (Bild: Hans Hidber)

Hans Hidber

Pfarrer Erich Guntli, Hausherr der Herz-Jesu-Kirche, nahm in seiner kurzen Begrüssung Bezug auf das sehr ansprechende und anspruchsvolle Konzertprogramm: «Ein musikalischer Durchblick von der Passion zu Ostern» mit der ganzen Spannweite zwischen Rheinbergers berührendem «Stabat mater dolorosa» (Es stand die Mutter voller Schmerzen …) und dem mit Pauken und Trompeten jubilierenden «Magnificat» von J.S. Bach. Erich Guntli erwähnte, dass Josef Rüegg, der den Kleinen Sarganserchor gründete und seit vielen Jahren mit hoher Fachkompetenz und Herzblut leitet, einst in der Kanti Sargans sein musikalischer Lehrmeister war. Rüegg hat auch in diesem Konzert Chor und Orchester zu einer Glanzleistung geführt.

Die Zugabe stand für einmal am Anfang

Das «Salve Regina» von Joseph Haydn, mit dem das Konzert eröffnet wurde, stand eigentlich nicht auf dem Programm und war ursprünglich als Zugabe gedacht. Aus der Zu- wurde aber eine Vorgabe. Pfarrer Guntli fand es in seinen einführenden Worten auch sinnvoll, dass man das jubilierende Magnificat als österlichen Schlusspunkt in Stille ausklingen lassen sollte. So wurde die Zugabe für einmal an den Anfang gestellt.

Haydns nicht so bekanntes «Salve Regina» wurde um 1770 für vier Vokalsolisten komponiert, eignet sich aber auch als chorische Version, wie dies in diesem Konzert auf schönste Weise zur Geltung kam. Das Orchester ad hoc mit Konzertmeister Martin Keller verfügt wie auch der Chor über eine treue Stammbesetzung, sodass das «ad hoc» fast etwas untertrieben ist. Das Eingangsstück vermittelte denn auch einen ersten Eindruck von der hohen Qualität des Orchesters und des Chors.

Von Bach über Rheinberger bis zu Mozart

Eine Bachkantate gehört fast zu jedem Konzert des Kleinen Sarganserchors. Es ist auch eine Form geistlicher Musik, in der Chor, Solisten und Instrumentalisten in wechselnder Folge meistens in fulminantem Einstiegen und Schlusspunkten im imposanten Ganzen zum Zuge kommen.

In Bachs Kantate «Wer mich liebet» überzeugten die vier auftretenden Solisten: Karin Kurath, Sopran; Cornelius Glaus, Altus; Hans Willi, Tenor und Alfred Kesseli, Bass mit ihren Einsätzen, ebenso im Magnificat. Die Missa brevis in G von Mozart wurde wegen ihres liedhaften Charakters und des beschwingten Dreiertaktes in Kyrie, Gloria und Agnus Dei auch schon als «Pastoralmesse» bezeichnet. Mozart soll sie bereits mit 12 Jahren komponiert haben, andere Quellen datieren sie ins Jahr 1770, da wäre Mozart 14-jährig – immer noch jung genug – gewesen.

Am anspruchsvollsten für die Sängerinnen und Sänger dürfte Bachs Magnificat gewesen sein. Corinne Grendelmeier Nipp begleitete vom ersten bis zum letzten Stück absolut souverän den Chor und das Orchester auf der Kleinorgel. Der Schlussapplaus des Publikums war langanhaltend und sicherlich mehr als verdient.

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