BUCHS: Gelacht, erkundet und ausprobiert

Endlich Sommerferien! Somit war es endlich auch wieder so weit für die Insieme-Lagerwoche für Kinder mit geistiger und leicht körperlicher Behinderung im Pfadiheim Schneggebödeli.

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Auf dem Letzihof in Wildhaus durften die Kinder auf Eseln reiten. (Bild: PD)

Auf dem Letzihof in Wildhaus durften die Kinder auf Eseln reiten. (Bild: PD)

Die Lagerleiterinnen und Lagerleiter erlebten mit den zwölf ihnen anvertrauten Kindern eine schöne und erlebnisreiche Woche. Die moderne Ausstattung des Pfadiheims liess bei Gross und Klein keine Wünsche offen. Die Kinder fühlten sich rasch sehr wohl und begannen bereits am ersten Tag die Umgebung und den nahe gelegenen Waldrand zu erkunden. Sepp Süess und Wisi Bleisch ­bauten im Wald einen Seil­parcours auf, der allen grossen Spass machte. Zum Abschluss packte Sepp sein Alphorn aus und erfreute mit seinen Tönen.

Das Wetter spielte leider nicht immer mit. Regengüsse machten oft einen Strich durch die Planung, sodass der grosse Essraum auch zum Aufenthaltsraum wurde.

Franz erwies sich als ein ausgezeichneter Koch. Er meisterte gekonnt die hohen und vielfältigen Ansprüche aller Kinder und Lagerbegleiterinnen. Frei nach dem Motto «Ist das Essen gut, ist auch die Stimmung im Lager gut» hat Franz einen wertvollen Beitrag zur fröhlichen Atmosphäre geleistet.

Die Suche nach dem kleinen Gespenst

Das «Hippigschpängschtli» war das diesjährige Motto. So wurde abends das Lied von Peter Reber gesungen und die Geschichte des kleinen Gspenschtli erzählt. Im Schloss Werdenberg machten sich die Kinder auf die Suche nach dem Gspenschtli. Dabei begegneten sie Maria, einer Frau aus dem Mittelalter. Sie nahm die Kinder mit in ihre längst vergangene Zeit. Nach spannenden Erzählungen, die alle zum Schmunzeln brachten, durften die Kinder alte Ritterhelme, Kleider und sogar ein Kettenhemd anziehen. So konnte man am eigenen Körper erleben, wie schwer und unbequem ein damaliger Ritter zu tragen hatte.

Danach wurde der Turm bestiegen und zuoberst aus den ­Luken hinausgeschaut, um ­Ausschau nach dem «Hippi­gschpängschtli» zu halten … leider ohne Erfolg, da es schon taghell war. So machte man sich ­unverrichteter Dinge, aber mit vielen neuen Eindrücken wieder auf den Rückweg.

Tiere interessieren die Kinder

Neben den täglichen Aktivitäten blieb Zeit und Energie für gemeinsame Spiele und Gesang sowie Spaziergänge im Wald. So wurde viel gelacht, erkundet und ausprobiert. Dabei machten die Kinder die eine und andere Entdeckung und fanden auch eine Dachs­behausung. Nicht nur die Neugier der Kinder wurde geweckt, sondern auch der Begleithund kroch sofort in die Höhle. Das gute Zureden und Rufen der Kinder konnte ihn aber wieder heraus­locken und er wurde fröhlich bejubelt und freudig empfangen.

Dass die Kinder dem Kontakt mit Tieren sehr interessiert und positiv gegenüberstehen, konnte man beim Eseltrekking sehr gut beobachten. Mit dem Bus machte man sich auf den Weg nach Wildhaus zum Letzihof, wo ruhige und gelassene Esel zu Hause sind. Um den ersten Kontakt herzustellen, durften die Kinder die Esel streicheln und striegeln. Anschliessend konnten sie bei einem Rundgang auf den Eseln reiten, welche von den Lagerbegleiterinnen geführt wurden.

Der Abschlusstag war auch der einzige Regentag. Dies vermochte aber die gute Stimmung nicht zu trüben. Dem nassen Wetter trotzend machte sich die ganze Schar auf den Weg zum ­Abschlussessen ins Restaurant Landgasthof. So durfte sich auch der Koch einmal an den gedeckten Tisch setzen und sich ver­wöhnen lassen. Einen grossen Dank gilt den Lagerleiterinnen und ­Lagerleitern, dem Koch sowie den Geldspendern – nur mit ihrer Hilfe konnte die Schloss­führung und das Eseltrekking durchgeführt werden. (pd)