BUCHS: Feine Objekte aus Ton ausgestellt

Petra und Ursula Eberle zeigen in den Kundenräumlichkeiten der St. Galler Kantonalbank eine Auswahl ihrer zierlichen, lustigen und beachtenswerten Werke aus Ton.

Hansruedi Rohrer
Drucken
Teilen
Tochter Petra und Mutter Ursula Eberle zeigen in der St. Galler Kantonalbank Buchs an einer Ausstellung ihre Werke. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Tochter Petra und Mutter Ursula Eberle zeigen in der St. Galler Kantonalbank Buchs an einer Ausstellung ihre Werke. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Hansruedi Rohrer

redaktion@wundo.ch

Petra und Ursula Eberle aus Werdenberg sind Tochter und Mutter. Beide frönen einer gemeinsamen Leidenschaft: Sie kreieren Figuren, Tiere, Engel, Herzen und anderes aus Ton und verfeinern die Gegenstände mit lieblichen Details. Jetzt stellen die Tonkünstlerinnen ihre Werke noch bis 1. September 2017 unter dem Motto «Mensch und Tier» in der St. Galler Kantonalbank in Buchs aus. Nebst glänzend geformten Rabenvögeln von Mutter Ursula Eberle sind da beispielsweise auch die lustig-zotteligen Ziegen mit umgehängten Glöcklein ihrer Tochter ein Blickfang. Und diesen Tontieren hat Petra Eberle ­sogar Namen wie «Hanni» oder «Felicita» verpasst. Weiter hinten grüsst eine üppige Tonfrau im Badekostüm, und wenn man sich ein wenig umsieht, steht man plötzlich vor einem niedlichen kleinen Männchen mit umgehängtem, echtem altem Fotoapparat. Die Liebe zum Detail eben.

«Wir können uns beim Töpfern gut erholen»

Petra Eberle sieht in ihren Tonkünsten einen reinen Ausgleich zum Beruf. Sie ist ansonsten Chefin des nationalen Leistungszentrums Ski alpin Ost. Und Mutter Ursula betreibt das Werken mit Ton als Hobby. Vor zehn Jahren haben die beiden damit begonnen und Freude daran bekommen. «Wir können uns dabei gut erholen», sagen sie und erinnern sich auch an die anfänglich absolvierten entsprechenden Kurse. Gerne holen sie sich aber auch wertvolle Tipps eines Profis, dem Töpfer Hans Schwendener aus Räfis-Burgerau. Für den Werkraum, wenn Petra und Ursula Eberle wieder einmal Lust auf Formen und Gestalten hatten, musste anfänglich die Küche ihres Wohnhauses am Fontanerlenweg 1, Werdenberg, herhalten. Doch seit einiger Zeit haben sie es praktischer: Das heimische Gartenhäuschen wurde als Atelier eingerichtet. Da stellen sie ihre Werke nach Gutdünken, und was ihnen so in den Sinn kommt, her. Da heisse es mitunter pröbeln und ausprobieren. Das Faszinierende am Ganzen sei auch, was und wie die Tonprodukte nach dem Brand herauskommen würden. Petra Eberle nennt die Techniken Rakku, normaler Elektrobrand, Grubenbrand, Kapselbrand.

Ehemann und Vater Willi Eberle hilft mit

Während Mutter Ursula ihre Figuren eher in Richtung «bodenständig» formt, stellt Tochter ­Petra ihr Können mit filigranen Werken unter Beweis. Wobei sie natürlich schon auch bodenständig sei, will sie gesagt haben. Auf die Mithilfe von Ehemann und Vater Willi Eberle können die beiden sympathischen Künstlerinnen aber nicht verzichten. Er ist es, der die Öfen instandstellt, die Grundplatten vorbereitet oder auch mal ein Loch fachgerecht ins Objekt bohrt. Ihr Keramik-Atelier nennt sich «Ton Pur». Das heisse «Petra» und «Ursula», erklären sie. Doch es kann natürlich auch «purer Ton» bedeuten, also Produkte rein aus Ton gemacht.

Verkauft wurden die Artikel bisher am Chlausmarkt in Gams. Ansonsten haben Petra und Ursula Eberle auch nichts dagegen, wenn auf telefonische Voranmeldung hin mal ein Interessentenbesuch zu Hause reinschaut (eberlepetra71@gmail.com).