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BUCHS: Feier zu 100 Jahre SP Werdenberg

An der Neujahrsbegrüssung feierten die Mitglieder der SP Werdenberg im «Buchserhof» das 100-jährige Bestehen der Kreispartei. Kantonalpräsident und Historiker Max Lemmenmeier hielt die Festrede – mit Rückblick.
Heidy Beyeler
Max Lemmenmeier, St. Galler Kantonalpräsident, berichtete am Anlass über den 100-jährigen Kampf um Gerechtigkeit. (Bild: Heidy Beyeler)

Max Lemmenmeier, St. Galler Kantonalpräsident, berichtete am Anlass über den 100-jährigen Kampf um Gerechtigkeit. (Bild: Heidy Beyeler)

Die Neujahrsbegrüssung der SP war besonders. Die Feier zur Gründung der SP Werdenberg vor 100 Jahren lockte die Mitglieder zur abendlichen Veranstaltung ein. Die grosse Anzahl Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei, Kreis Werdenberg, wurde an der Neujahrsbegrüssung mit einem interessanten Vortrag vom Festredner Max Lemmenmeier überrascht.

Vor 100 Jahren hielt der St. Galler SP-Grossrat und Arbeitersekretär Theophil Koch am 30. Januar 1918 in Wartau ein zweieinhalbstündiges Referat, welches sehr beeindruckte. Damals ging es um Klassenkämpfe zwischen dem Bürgertum und der Arbeiterschaft – um nicht zu sagen dem Proletariat. Heuer war es Max Lemmenmeier, Historiker und kantonaler Parteipräsident der SP, der über die hundertjährige SP-Vergangenheit im Kanton St. Gallen berichtete.

Schon früher setzte sich die SP für Gerechtigkeit ein

In seinem Vortrag erzählte Lemmenmeier über die Gründung und Entwicklung der SP-St. Gallen in den Kriegsjahren 1914-1918, während denen sozialdemokratische Bedürfnisse wahrgenommen wurden. Damals entschloss sich die Sozialdemokratische Partei Schweiz für den Kampf gegen «die Klassenpolitik der Besitzenden». Während die Klassenkämpfe des Bürgertums die Festigung und Erweiterung seiner Klassenvorrechte zum Ziel hatten, rang die Arbeiterschaft gegen die Klassenherrschaft und gegen jedwelche Ausbeutung.

So berichtete Max Lemmenmeier an der Jubiläumsfeier über die Entstehung der SP im Bezirk Werdenberg. Er liess die Gäste nochmals daran erinnern, wie sich damals – nach dem Ersten Weltkrieg – die Genossen gegen die Ausbeutung der Arbeiterschaft und für Gerechtigkeit engagierten. Mit seinen Ausführungen hat er da und dort – auch bei anwesenden Sozialdemokraten mit langjährigen Mandaten in der Gemeinde, im Kanton und im Kanton – für Erstaunen gesorgt. Vieles, was mal war und in Vergessenheit geriet, wurde bewusst gemacht. Irgendwie entstand an diesem Abend – begleitet von einem guten Essen – unverhofft gute Stimmung, nach dem Motto «das Schaffen wir» schon. Damit war wohl der Kampf um Gerechtigkeit gemeint. Und plötzlich erinnerten sich die Sozialdemokraten an diesem Abend, was ihre Genossen damals erwirkten – zum Beispiel die AHV.

Mit seinen Ausführungen machte Max Lemmenmeier bewusst, dass der Zusammenhalt in schwierigen – um nicht zu sagen in Notsituationen neue Energien freimacht. So zumindest war die Stimmung beim Publikum nach seinem ausführlichen Referat.

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Demnächst im Alvier Ein ausführlicher Bericht zum 100-Jahr-Jubiläum der Werdenberger SP wird demnächst unter der Rubrik Alvier zu lesen sein.

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