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BUCHS: Fantasie als Stoff für Geschichten

Die 6. Klasse vom Schulhaus Buchserbach engagiert sich für das Projekt River of Hope von Claudia Doron. Der Erlös kommt einer Fussballschule in der Demokratischen Republik Kongo zugute.
Armando Bianco
Schulprojekt für einen guten Zweck: Die 6. Klasse Buchserbach mit Klassenlehrer Alberto Söylemez. (Bilder: Armando Bianco)

Schulprojekt für einen guten Zweck: Die 6. Klasse Buchserbach mit Klassenlehrer Alberto Söylemez. (Bilder: Armando Bianco)

Armando Bianco

armando.bianco@wundo.ch

400 Büchlein, gefüllt mit eigenen Geschichten, will die 6. Klasse von Alberto Söylemez verkaufen. Bei einem Preis von 15 Franken das Stück ergibt das einen Erlös von 6000 Franken. Dieser Betrag würde reichen, um die Fussballschule «Tala Mosika» in der Demokratischen Republik Kongo ein Schuljahr lang zu betreiben. Finanziert würden die Löhne für zwei Fussballtrainer, die medizinische Versorgung (inklusive Medikamente) der Kinder, ein Ernährungsprogramm, Transporte, Bewilligungen, Material, Beiträge und weitere Dinge. Ergänzend zum Training gibt es beispielsweise Workshops zu Themen wie Hygiene, Gesundheit, Aids oder Fairplay.

Die Fussballschule in Afrika wird vom Projekt River of Hope betrieben, dahinter steht die Buchserin Claudia Doron. Sie engagiert sich zusammen mit Helfern schon seit vielen Jahren mit Visionen, Mut, Kreativität und riesigem Einsatz für die benachteiligten Kinder vor Ort.

Aus den Ideen werden Geschichten

Während mehrerer Wochen arbeitet die Buchser Schulklasse immer wieder dienstags in einzelnen Lektionen am Projekt. Die Jugendlichen tun sich in Zweiergruppen zusammen, Teamarbeit ist beliebt und steigert die Effizienz. Die Individualität wird aber dennoch hochgehalten, denn jeder soll seine eigene Geschichte schreiben. Bei der morgendlichen Besprechung des Projektstandes macht die Klasse einen motivierten Eindruck und hat klare Ziele davon, wie aus Ideen Geschichten und aus Geschichten ein Büchlein wird.

Mindmap und Brainstorming, Gedanken bündeln und zu Papier bringen; was im ersten Moment einfach tönt, ist durchaus anspruchsvoll. Gearbeitet wird im Schulzimmer, im Gruppenraum oder auf dem Gang. Die Schulkinder geniessen ein wohltuendes Mass an Freiheit – und danken es mit Fleiss und Konzentration. Alberto Söylemez erklärt, wie man in einer Geschichte einen Spannungsboden kreiert, betont die Wichtigkeit eines stimmungsvollen Einstiegs, einer Sinn machenden Gliederung und einem runden Ende. Der Fantasie der Schülerinnen und Schüler sind hierbei keine Grenzen gesetzt, die Form des Geschriebenen offen, sei es ein Märchen, Krimi, Roman, Brief, Fabel oder Fantasy. «Geschichten leben von bildhafter Sprache und Emotionen», appelliert Alberto Söylemez.

Ende März werden Texte und Zeichnungen an die Druckerei Cavelti in Gossau geschickt und dort gelayoutet. Anfang Mai plant die Schulklasse eine Exkursion in die Druckerei, am Ende der Führung dürfen sie im Rahmen einer Buchtaufe die 400 Büchlein in Empfang und mit nach Buchs nehmen. «Ziel ist es auch, dass die Schulkinder eine positive und bleibende Erfahrung machen und sehen, dass man mit vereinten Kräften eine gute Sache kreieren kann», so der Klassenlehrer beim Besuch des W&O.

Wie so oft erhält Claudia Doron auch von weiteren Firmen und Institutionen aus der Region wertvolle Unterstützung für dieses ambitionierte Projekt zu Gunsten afrikanischer Kinder.

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