BUCHS: «Es ist ein Lebensgefühl»

Laut, energiegeladen und vor allem mit Statements an die gesamte Welt meldeten sich die Buchser Hardcore-Punker von The Sublinguals am Samstag im Fabriggli zurück. Ihr drittes Album begeistert.

Julia Kaufmann
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Bei Konzerten von The Sublinguals geht die Post mächtig ab, so auch am Freitagabend im Buchser Fabriggli. (Bild: Julia Kaufmann)

Bei Konzerten von The Sublinguals geht die Post mächtig ab, so auch am Freitagabend im Buchser Fabriggli. (Bild: Julia Kaufmann)

Julia Kaufmann

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Seit über 20 Jahren machen die fünf leidenschaftlichen Musiker Miro Sabljo, Tom Mayer, Dario Winter, Chrigel Grünig und Remie Blaser gemeinsam Musik. Ihre Formation The Sublinguals hat sich vollkommen dem Hardcore-Punk verschrieben. Ein Genre, in dem eine geballte Ladung an harten Melodien aus den Lautsprechern dröhnt und dessen Texte meist von politischen Statements geprägt sind. «Es ist ein Lebensgefühl», ist sich Sänger Miro Sabljo sicher.

Nach einer Wartezeit von sieben Jahren konnten sich die Fans der Buchser Hardcore-Punkband am vergangenen Samstag auf Neues einstellen: The Sublinguals präsentierten ihr drittes Album im Rahmen eines Konzerts im Fabriggli.

Hinter ihren Liedern stecken viele Aussagen

«Der Zeitpunkt, ein neues Album zu erschaffen, war perfekt. Es schwirrten genügend Themen in unseren Köpfen umher, um diese auf Papier zu bringen», sagte Tom Mayer, Bassist der Band. Auf ihrer Platte mit dem Titel «Anger» – zu Deutsch «Wut» – sind acht Stücke zu finden, die sich mit Themen aus dem Leben beschäftigen. «Es geht um Beziehungen, die Familie, aber auch darum, dass jeder seinen eigenen Weg gehen soll. Da wir zu einem gewissen Grad eine politische Band sind, verarbeiten wir in unseren Liedern selbstverständlich auch gesellschaftskritische Dinge», so Sänger Miro Sabljo.

Der Name des Albums wurde von der Band deshalb gewählt, weil es einerseits der erste Song war, den sie für ihr neues Album geschrieben hatten. Andererseits auch darum, weil es das eine oder andere Mal ein harter Kampf gewesen sei, ihr Album fertigzustellen. Dennoch sind die Vollblutmusiker mit dem Ergebnis sehr zufrieden, wie der Bassist erklärte: «Das ist bisher unser bestes und gleichzeitig auch intensivstes Album.» Ausserdem ist laut Miro Sabljio Wut ein wichtiges Gefühl in der Gesellschaft. «Gegen gewisse Gesellschaftsformen darf man ruhig auch wütend sein», betonte er.

Auf der Bühne waren die fünf Musiker schliesslich alles andere als wütend. Offen gaben sie zu, dass sie von den vielen Menschen, die zu ihrem Konzert gekommen waren, überwältigt seien. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht gaben sie bis zum letzten Ton alles.

Geballte Ladung an Energie traf das Publikum

Die Lieder von The Sublinguals kamen beim Publikum sehr gut an. Es wurde eifrig ­getanzt und mitgeklatscht. Die Band hatte auf der Bühne sichtlich Spass und gab dieses Glücksgefühl an ihre Zuhörer weiter. Die Stimmung war demnach grossartig, und die Mischung aus Punk und Hardcore machte jedes einzelne Stück zu etwas Beson­derem.

Ihr Support, die Zürcher Band Hunted like Thieves, legte ebenfalls einen soliden Bühnenauftritt an den Tag und konnte einige neue Songs präsentieren. Sie sorgte schon am Anfang des Abends für das Aufwärmprogramm, da sie das Publikum ordentlich animierte, sich zur Musik zu bewegen. Mit ihrem Stil ergänzten sich die Bands optimal, weshalb es ein runder und stimmiger Konzertabend mit harten Tönen und viel Energie war.

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