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BUCHS: «Es ist ein grosser Erfolg für mich»

Manuel Rietzler war als einer von nur zwei Vertretern der Fachhochschule Luzern für die Verleihung des schweizweiten «Best of Bachelor» der Fachschaft Bauingenieurwesen nominiert.
Hanspeter Thurnherr
Manuel Rietzler: «Ich hatte überhaupt nicht mit der Nominierung gerechnet.» (Bild: PD)

Manuel Rietzler: «Ich hatte überhaupt nicht mit der Nominierung gerechnet.» (Bild: PD)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Am vergangenen Freitag, 12. Januar verlieh die Fachschaft Bauingenieurwesen wie jedes Jahr den Preis «Best of Bachelor» im Landesmuseum Zürich. Von jeder Fachhochschule in der Schweiz, welche den Ausbildungsgang Bautechnik anbietet, waren zwei Personen nominiert. Insgesamt aus den zehn Fachhochschulen also 20 Studierende. Zu den Nominierten gehörte der Buchser Manuel Rietzler, der die Hochschule Luzern vertreten durfte. Auch wenn es nicht zum Sieg reichte, war schon die Nomination für Rietzler ein grosser Erfolg.

Die Nomination verdiente er sich mit seiner Bachelor-Arbeit über «das bauphysikalische Verhalten von verglasten Paneelen». Solche Paneele, die nicht durchsichtige Glasfassaden bilden, besitzen in ihrem Aufbau einen geschlossenen Luftzwischenraum. Produktionsbedingte Lecks führen zu einer Verbindung mit dem Aussenklima. Der Luftzwischenraum reagiert jedoch sensibel auf äussere Klimaschwankungen. Durch Temperaturveränderungen entsteht ein Über- oder Unterdruck, der sich gegen aussen abbaut. Durch diese Luftverschiebung findet auch ein Feuchtigkeitstransport statt, wodurch die Gefahr von Kondenswasserbildung steigt, wie Manuel Rietzler in seiner Bachelor-Arbeit schreibt. Das Kondenswasser kann die Fassade visuell beeinträchtigen. Ausserdem verschlechtert sich die Wärmeleitfähigkeit der Dämmung stark.

Den Atmungsvorgang in Paneelen modelliert

Manuel Rietzler ermittelt mit Hilfe eines optischen und thermischen Modells den Temperaturverlauf im verglasten Paneel für jede Stunde des Jahres. Anschliessend wird der Atmungsvorgang modelliert und so die Luftfeuchtigkeit im Luftzwischenraum ermittelt. So können Berechnungen für unterschiedliche Standorte, Ausrichtungen und Aufbauvarianten der Paneele durchgeführt werden. «Man sieht so aus den Berechnungen, ob die Feuchtigkeit kondensiert, wie viel Feuchtigkeit zu erwarten ist, welche Ausrichtungen (Himmelsrichtungen) oder geografische Standorte heikel sind oder welcher Aufbau (zwei oder drei Glasschichten) bei welcher Situation gut oder weniger gut ist», erklärt der 27-Jährige. Durch solche Erkenntnisse könne man die Ausrichtung, den Aufbau oder beispielsweise auch die Farbe der Gläser ändern und so eine bessere Lösung finden.

«Schon die Nomination ist eine Ehre»

Manuel Rietzler ist in Buchs aufgewachsen und lebt noch immer hier. Nach der obligatorischen Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Metallbauer bei der Jetzer Metallbau AG in Grabs und gleichzeitig die Berufsmittelschule im BZB in Buchs. Nach der Rekrutenschule und einigen Monaten Arbeit als Metallbauer begann er das Teilzeitstudium (drei Tage pro Woche) an der Fachhochschule in Luzern. Gleichzeitig arbeitete er an zwei Tagen in seinem Beruf. Inzwischen hat er eine neue Stelle bei der Reba Fassadentechnik AG in Chur angetreten, in jener Firma, die auch Wirtschaftspartner seiner Bachelor-Arbeit war. «Hier möchte ich weitere Erfahrungen sammeln», umreisst Rietzler sein aktuelles Ziel.

Für ihn war die Nomination für den «Best of Bachelor» eine Ehre und ein grosser Erfolg: «Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet.» Um so grösser war seine Freude, dass er bei der Verleihung dabei sein konnte.

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