BUCHS: Einsame Schönheit kargen Landes

Astrid und Jürg Blümel zeigen in der Reflex-Bar faszinierende Landschaftsfotografien aus Island. Sie setzen damit den Schlusspunkt unter die Ausstellungsreihe KunstReflex des Vereins Frischer Wind.

Hanspeter Thurnherr
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Astrid und Jürg Blümel vor dem Bild mit abgebrochenen, glänzenden Gletscherstücken an einem Strand in Island. (Bild: Hanspeter Turnherr)

Astrid und Jürg Blümel vor dem Bild mit abgebrochenen, glänzenden Gletscherstücken an einem Strand in Island. (Bild: Hanspeter Turnherr)

Hanspeter Thurnherr

«Wenn abgebrochene Gletscherstücke von der Flut auf den Strand geworfen werden und in der untergehenden Sonne um die Wette glänzen, ist das wie ein Stück Himmel auf Erden. Schönheit, nicht von Menschenhand kreiert, einsam in der unberührten Natur», so begrüsste Thomas Beerle die Vernissagebesucher zur Ausstellung «einsam schön» mit faszinierenden Bildern von Astrid und Jürg Blümel aus Altendorf SZ. Beerle ist Geschäftsführer des Vereins «Frischer Wind». Der Verein präsentiert Kunst, welche wichtige Werte unserer Gesellschaft reflektiert und zum Nachdenken anregt.

Astrid Blümel arbeitet seit Jahren in Buchs als Physiotherapeutin. In den Ferien stehen mit Jürg Reisen in ferne Länder und Kontinente auf dem Programm – mit dabei natürlich die Fotoausrüstungen. «Sie haben sich in die Einsamkeit Islands aufgemacht, um mit ihren Kameras aufmerksam zu beobachten. Ausdauer und Bereitschaft, auf das richtige Bild zu warten, waren entscheidend. Und da war sie plötzlich, die richtige Welle. Oder der winzige Spalt am dunklen Horizont, der gerade genug Licht für ein Bild gab», sagte Thomas Beerle.

Von Profifotografen viel gelernt

Das Ergebnis hängt nun in Form beeindruckender Bilder in der Reflex-Bar. Sie habe «schon immer fotografiert», aber erst ein Kurs und Fotosafaris mit Profi-Fotografen habe ihr den richtigen Schub verliehen, sagt Astrid Blümel. Die Technik sei aber nicht so sehr ihr Ding. Jürg Blümel dagegen findet die Technik hinter dem Fotografieren interessant: «Analog braucht mehr Geduld, mehr Überlegung. Die heutige digitale Fotografie ist anders, aber auch spannend. Der künstlerische Aspekt steht mehr im Vordergrund.»

In ihrer Biographie auf der Homepage schreibt Astrid, dass sie die Kälte nicht sehr schätzt. «Trotzdem hat sie sich in die einsamen Landschaften des kalten Nordens verliebt. Warum? Um einsame Schönheit, um Neues zu entdecken, muss man aufbrechen, vielleicht auch mal ausbrechen aus dem Normalen, dem Alltag, der einen manchmal gefangen nimmt. Aufbrechen, ausbrechen, um Neues zu entdecken ist belebend», sagte Beerle.

Der Glaube an den Schöpfer, der Schönheit schenkt

Die Vernissagerede vom Montagabend war zugleich die Letzte. Nach viereinhalb Jahren geht nun KunstReflex zu Ende. «Was mich damals bewegt hat, ist mein Glaube an einen Schöpfer, der uns Schönheit schenkt. Schönheit, die auch in der Kunst ihren Ausdruck findet. Und mein Glaube war und ist es, dass es hinter dem grauen Alltag und jenseits des Weges der Massen ein Land gibt, das voller Licht, Kraft, Versöhnung und Frieden ist. Ein Land, das fasziniert», erklärte Thomas Beerle. Die Bibel nenne dieses Land Reich Gottes.

Vicky Gabathuler von der Reflex-Bar und Gabriela Poggio, Leiterin des Café refresh, bedankten sich bei Thomas Beerle für seine Tätigkeit als Kurator und überreichten ihm flüssige und süsse Geschenke. Das Café refresh, der Treff am Samstagmorgen in der Reflex-Bar, ist ein weiteres Projekt des Vereins Frischer Wind.

Musikalisch umrahmte Hanspeter Thurnherr die Vernissage auf seinem Saxophon.

Die Ausstellung «einsam schön» in der Reflex-Bar an der Bahnhofstrasse 35 in Buchs dauert bis 31. März.