BUCHS: Eine Ära geht zu Ende

Zur 50. Bärenrunde trafen 50 Teilnehmer ein. Es herrschte geradezu Aufbruchstimmung. Nach einer Pause soll es weitergehen, das stimmte die Anwesenden zuversichtlich.

Heidy Beyeler
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Markus Härtl (links) hat den Vorsitz für die Bärenrunde vor zweieinhalb Jahren von Peter Sutter übernommen und sich danach richtig ins Zeug gelegt. Nach einer Pause soll es weitergehen. (Bild: Heidy Beyeler)

Markus Härtl (links) hat den Vorsitz für die Bärenrunde vor zweieinhalb Jahren von Peter Sutter übernommen und sich danach richtig ins Zeug gelegt. Nach einer Pause soll es weitergehen. (Bild: Heidy Beyeler)

Heidy Beyeler

Alles hat mit dem Buch «Zeit für eine andere Welt – Warum der Kapitalismus keine Zukunft hat» von Peter Sutter, Buchs, angefangen. Nach einer Buchpräsentation und Lesung im Buchser Buchladen im November 2011 regten Gäste an, zu gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Fragen in Form von regelmässigen Treffen zu diskutieren.

«Bereits anfangs 2012 trafen sich rund 15 Personen im Bären› in Buchs», erinnerte sich Peter Sutter nach der Jubiläumsrunde vom Dienstag. «Und so entstand denn auch das Forum für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Zukunftsfragen mit der Bezeichnung «Bärenrunde». Menschen unterschiedlichen Alters sowie unterschiedlicher beruflicher Hintergründe und politischer Ausrichtungen trafen sich in der Folge, um ihre Meinungen über die besorgniserregenden Fehlentwicklungen in den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Ökologie auszutauschen.»

Spektrum der Referate macht es spannend

Zur Begrüssung der Jubiläumsrunde präsentierte Markus Härtl einige Eckdaten zu den 50 Treffen der Bärenrunde. Härtl übernahm von Peter Sutter den Vorsitz der Bärenrunde vor etwa zweieinhalb Jahren. Durchschnittlich waren an den jeweiligen Treffen 20 Personen anwesend. Die kleinste Runde umfasste elf Personen und an der grössten Versammlung waren gut 80 Personen anwesend. 37 Mal traf man sich im Gasthaus Bären, achtmal im Hotel Buchserhof, je einmal im «Soul Food» und in der NTB und dreimal waren Interessierte «en tour» zu Besuch bei der Firma Brusa in Sennwald, der KVA und der ARA Buchs.

Während der fünf Jahre hielten elf externe Referenten Vorträge, über die anschliessend jeweils rege diskutiert wurde. Interessante Themen standen auf der Agenda von Daniel Straub, Christian Müller, Roland Rebsamen, Reinhold Harringer, Roman Berger, Judith Giovanelli-Blocher, Luana Schena, Daniel Häni, Rolf Marugg, Kaspar Schuler, Gion Duno Simeon. Aber auch regelmässige Besucher der Bärenrunde trugen mit Referaten zum Wissensaustausch bei. Mit dabei waren unter anderem Peter Sutter, Peter Illitsch, Irene Varga, Jakob Schaub, Pius Tanner, Julia Wolfer, Andy Götz, Renato Werndli, Evi Eggenberger, Elisabeth Gantenbein, Axel Santo-Passo, Josef Brusa, Markus Härtl, Eric Zaindl, Bruno Dürr und Jacques Kuhn.

Breites Engagement, das nicht einschlafen wird

Nach wie vor besteht ein aktives Engagement von Seiten der Bärenrunde zu den Themen Bedingungsloses Grundeinkommen, Gemeinwohl-Ökonomie, Tierschutz, Alternative Währung, Vollgeld, Gartenkooperative, Repair Café und so weiter. Zudem haben sich aus der Bärenrunde heraus verschiedene Arbeitsgruppen entwickelt. Etliche waren zeitlich begrenzt, einige ruhen, weitere sind aktiv.

Der aktuelle Kern der Bärenrunde macht sich jetzt schon Gedanken, wie es nach der Pause weitergehen wird. Neue Impulse aus dem Publikum wurden gerne aufgenommen. Durch die ansehnliche Anzahl der Teilnehmenden waren am Dienstagabend die Leute motiviert zum Weiterzumachen.