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BUCHS: Ein Verkaufssonntag ist genug

Die Vorweihnachtszeit steht vor der Tür und mit ihr auch der «Geschenksonntag». Geschäfte im Buchser Zentrum sind überzeugt, dass sie von einem zweiten Sonntagsverkauf nicht profitieren würden.
Mengia Albertin
Der Sonntagsverkauf findet in Buchs am 17. Dezember – dem dritten Advent – statt. (Bild: Reto Martin)

Der Sonntagsverkauf findet in Buchs am 17. Dezember – dem dritten Advent – statt. (Bild: Reto Martin)

Mengia Albertin

mengia.albertin@wundo.ch

Wer sich mit der Planung von Heiligabend schon etwas auseinandergesetzt hat, hat bemerkt, dass er in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt. Dies war das letzte Mal 2006 der Fall und führte zu diversen Diskussionen, ob deshalb am 24. Dezember ein zweiter Verkaufssonntag durchgeführt werden soll. Der Kanton St. Gallen schreibt allerdings vor, dass die Verkaufsgeschäfte an diesem Tag geschlossen bleiben müssen.

Das kantonale Arbeitsinspektorat hat bereits vor Jahresfrist die Grundsätze für die Bewilligung von Sonntagsarbeit aufgezeigt. In einem Mitteilungsblatt informiert es, an welchen Tagen ein Verkauf nicht erlaubt ist. Wie der «Sarganserländer» das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit zitiert, dürfen die Verkaufsgeschäfte «unter anderem jeweils am 25. und 26. Dezember sowie an unmittelbar an diese Tage angrenzenden Sonntagen» nicht geöffnet sein. «Da Heiligabend dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, können in Verkaufsgeschäften keine Angestellten beschäftigt werden», heisst es weiter. Zum Zeitpunkt der Auskunft lagen beim Arbeitsinspektorat keine Gesuche für Ausnahmen der kommunizierten Regelung vor.

«Wir profitieren nicht von einem zweiten Sonntag»

Die Frage eines zweiten Sonntagsverkaufs in der Vorweihnachtszeit wurde auch am Herbstanlass des Ressorts Handel von Wirtschaft Buchs thematisiert. Unabhängig von den kantonalen Vorgaben waren die Mitglieder dieses Ressorts zum grossen Teil der Ansicht, dass der traditionelle «Geschenksonntag» ausreicht. Aus Sicht von Daniel Keusch, Leiter von Ressort Handel, spricht nichts für einen zweiten Verkaufssonntag. «Längere und zusätzliche Öffnungszeiten erhöhen den Umsatz nicht von alleine. Zudem finde ich bei gewissen Sachen genau die Einmaligkeit speziell», hält Keusch fest. Auch für Marcel Veidt von Trendhouse by Hilty reicht ein Verkaufssonntag aus. Die Adventszeit sei für die Angestellten im Detailhandel ohnehin besonders anspruchsvoll und kräftezehrend, stellt er fest.

Gemäss Andreas Bonelli, Leiter der Migros Buchs, hat die Migros Ostschweiz schon im Frühling beschlossen, die Märkte am Sonntag, 24. Dezember, nicht zu öffnen. «Obwohl ein solcher Verkaufssonntag sicherlich spannend wäre, wurde hier klar zum Wohl der Mitarbeiter entschieden», sagt Bonelli. Mit dem freien 24. Dezember würden die Mitarbeiter mehr «Schnuuf» bekommen.

«Geschäftlich profitieren wir im Detailhandel nicht von einem zweiten Verkaufssonntag im Advent», ist Nadja Goldener, Geschäftsleiterin von Helbling Männermode, überzeugt. «Bei zwei Sonntagen verteilt sich der Umsatz von einem auf zwei Tage.» Das Personal werde aber für zwei Tage bezahlt. Aus denselben Gründen ist auch Daniel Keusch von Blumen Keusch der Ansicht, dass ein zweiter Verkaufssonntag wirtschaftlich nicht lukrativ ist. «Heiligabend ist für uns eh nicht der umsatzstärkste Tag im Weihnachtsgeschäft, in unserer Branche werden die Geschenke vorher gekauft.» «Die Männer, die ein Weihnachtsgeschenk in der letzten Stunde kaufen, sterben langsam aus», stellt Andri Letta von Letta Uhren und Schmuck fest.

Wie der W&O am 4. November berichtete, wird nach dem Sonntagsverkauf vom 17. Dezember an die Mitglieder des Ressorts Handel ein Fragebogen verschickt. So soll geklärt werden, ob ein zweiter Verkaufssonntag oder eine Kombination mit dem Chlauseinzug gewünscht sei. Daniel Keusch ist sich aber sicher: «Irgendwann ist es einfach genug. Es ist nicht nötig, 365 Tage im Jahr offen zu haben.»

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