BUCHS: Ein Terrarium fliegt durch die Luft

An der Grofstrasse wohnt eine ganz besondere Königspython. Für ihr Wohl ist den zwei Besitzern nichts zu schade. Noch nicht mal ein Terrarium-Transport mit Helikopter.

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Das neue Terrarium für die Königspython wird per Helikopter in den 3. Stock verfrachtet. (Bild: Mengia Albertin)

Das neue Terrarium für die Königspython wird per Helikopter in den 3. Stock verfrachtet. (Bild: Mengia Albertin)

Mengia Albertin
mengia.albertin@wundo.ch

«Das bringen wir niemals heil durchs Treppenhaus», waren sich Raffaela Hitz und Julian Fischer aus Buchs nach zig Recherchen und Offerten sicher. Für ihre ­Königspython hat das Paar ein schweres und grosses Terrarium anfertigen lassen. Es wiegt 130 Kilogramm, ist 1,5 Meter breit, 75 Zentimeter tief und 1 Meter hoch. Das Problem: Bei dem Gewicht müssten einige starke Arme helfen, das Terrarium durch den Gang in die oberste Wohnung an der Grofstrasse zu transportieren. Weil der Gang sehr eng ist, würde das ein schwieriges Unterfangen. «Hätte da einer der Helfer los­gelassen oder keinen Platz im Gang gehabt, wäre die Wahrscheinlichkeit für einen Sprung im Glas gross gewesen. Das war uns zu unsicher», sagt Hitz. «Keine der Transportfirmen hatte eine gute Lösung für das schwierige Unterfangen parat.»



Für einen Möbellift hätte das Wetter mitspielen müssen. Rund drei Wochen sollte es nicht regnen, damit der Rasen durch den 1,9 Tonnen schweren Möbellift nicht beschädigt würde. «Drei Wochen Sonnenschein konnten wir natürlich nicht garantieren». Die beiden mussten zu einem spezielleren und deutlich auf­fälligeren Mittel greifen: ein Transport per Helikopter auf die Dachterrasse.

Kurt May vom Fachgeschäft Reptiking in Au hat das Terrarium gebaut. «In meinen vier Jahren als Terrariumbauer war das der erste Transport mit Heli.» Auch der Mitarbeiter von Swiss Helicopter Ostschweiz habe zum ­ersten Mal ein Terrarium in die Luft gehoben. Schaulustige und Familienmitglieder wohnten dem Unterfangen am Mittwochnachmittag bei. Der Transport mit dem Helikopter war übrigens um einiges billiger, als ein Transportunternehmen für den aussergewöhnlichen Auftrag zu engagieren. 

Nach wenigen Stunden fühlte sich Schlange Yori in ihrem neuen Terrarium wohl. (Bild: Raffaela Hitz)

Nach wenigen Stunden fühlte sich Schlange Yori in ihrem neuen Terrarium wohl. (Bild: Raffaela Hitz)