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BUCHS: Ein Ort des Abschieds und der Hoffnung

Die komplett sanierte Aufbahrungshalle beim Friedhof ist am Samstagvormittag offiziell eingeweiht worden. Die Umbauzeit betrug rund ein halbes Jahr.
Hansruedi Rohrer
Pfarrer Lars Altenhölscher, Pfarrer Erich Guntli, Stadtrat Ludwig Altenburger und Architekt Raffaele Prestagiacomo, (von links), sprachen am Einweihungsakt zur sanierten Aufbahrungshalle (hinten). (Bild: Hansruedi Rohrer)

Pfarrer Lars Altenhölscher, Pfarrer Erich Guntli, Stadtrat Ludwig Altenburger und Architekt Raffaele Prestagiacomo, (von links), sprachen am Einweihungsakt zur sanierten Aufbahrungshalle (hinten). (Bild: Hansruedi Rohrer)

Auf Einladung der Stadt Buchs hatte die Bevölkerung Gelegenheit, die umgebaute Aufbahrungshalle nach dem Einweihungsakt zu besichtigen. Der Musikverein Buchs-Räfis begleitete die Einweihung betont feierlich. Der Friedhof sei auch ein Teil von Buchs, der zum Leben gehöre, sagte Stadtrat Ludwig Altenburger. Er freute sich, dass nun «die betrieblichen Defizite der Halle behoben worden sind», wie er betonte.

Architekt Raffaele Prestagiacomo von der Märk Architektur AG erklärte den Anwesenden den Umbau aus seiner Sicht. So wurden die beiden Aufbahrungsräume neu ausgerichtet, und das Gebäude ist energetisch auf dem neuesten Stand. Die Bauzeit habe zwar einige Überraschungen gebracht, doch mit der Arbeitsgruppe sei alles gut bewältigt worden. Zum Beispiel der zentimetergenaue Einbau einer neuen und modernen WC-Anlage. «Insgesamt war es eine spannende und herausfordernde Planungs- und Ausführungsarbeit», sagte der Architekt.

Pfarrer Lars Altenhölscher von der evangelischen Kirchgemeinde bedankte sich bei den Verantwortlichen für den Umbau. Der Friedhof sei ja immer wieder ein Ort des Abschieds. Hier würden Menschen zusammenkommen mit ihren Gefühlen. Ein gut gestalteter Aufbahrungsraum gehöre dazu, ein Raum, in dem man den Verstorbenen noch einmal ganz nahe sein könne. «Hier wird der Tod auch greifbar und vielleicht auch begreifbar. Somit ist er Friedhof ein Ort der Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit.»

Der Raum trage dazu bei, der Wirklichkeit des Todes zu begegnen. Vielleicht komme man da ja auch ins Gespräch beim Blumen giessen oder Tränen trocknen, sagt Lars Altenhölscher weiter. Für ihn ist der Friedhof aber auch ein Ort der Hoffnung, und er wünschte sich, dass die neu gestalteten Räume den Menschen in der Zeit des Abschieds helfen würden.

Jedes Leben hinterlässt Spuren

«Wir haben eine Lebenskultur und auch der Abschied gehört dazu», sagte Pfarrer Erich Guntli von der katholischen Kirchgemeinde. Die Vielfalt der Stadt spiegle sich damit auch in der Abschiedskultur, und alles unter ein Dach zu bringen sei nicht immer einfach. Abschied nehmen sei ein sensibles Geschehnis an diesem Ort, wie ja auch das ganze Leben sensibel sei, meinte er. Jedes Leben hinterlasse schliesslich Spuren.

Hansruedi Rohrer

redaktion@wundo.ch

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