BUCHS: Ein neues «Zugangstor»

Mit der feierlichen Einweihung der neu gebauten Kirche hat die neuapostolische Geschwistergemeinde an der St. Gallerstrasse 36 ein neues Zuhause gefunden.

Hansruedi Rohrer
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Die neu gebaute Neuapostolische Kirche an der St. Gallerstrasse 36 in Buchs wurde am Sonntag eingeweiht. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Die neu gebaute Neuapostolische Kirche an der St. Gallerstrasse 36 in Buchs wurde am Sonntag eingeweiht. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Hansruedi Rohrer

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Dieser neue Kirchenbau soll bei den Menschen in Buchs und Umgebung viel Freude auslösen, hat Jean-Claude Croset, der Gemeindevorsteher und Hirte seiner Buchser Geschwister, im Vorwort der Einweihungsbroschüre festgehalten. Für die Mitglieder dieser Gemeinde war es am Sonntag ein Freudentag, gleichsam auch ein Meilenstein in der über 100-jährigen Geschichte der Neuapostolen in Buchs. Festlich gestaltete sich auch der Einweihungsgottesdienst mit Apostel Thomas Deubel. Am Schluss der liturgischen Feier überbrachte Stadtpräsident Daniel Gut die Grüsse des Stadtrates. Der Neubau einer christlichen Kirche dieser Art sei erfreulich, stellte er fest. Ortsplanerisch sei das Vorhaben zwar nicht ganz einfach gewesen. Doch der Stadtrat habe dem Projekt immer positiv gegenübergestanden. «Wir freuen uns von Seiten der Stadt, wenn Sie Ihr gemeinsames Ziel hier erreichen», sagte Daniel Gut zur Festgemeinde. Zusammen mit all den Anwesenden kehre in Zukunft auch der Wille Gottes in dieser Kirche ein.

Ein Bau für eine «lebendige Gemeinde»

Architekt Rolf Berger verriet anschliessend, dass für diesen Neubau drei Jahre anspruchsvolle Arbeit geleistet werden mussten. «Wir wollten dieser Aufgabe respektvoll begegnen, jetzt bin ich sehr glücklich über das Resultat», sagte er. Die neue Kirche als markanter Kubus stehe wie ein Wahrzeichen an diesem Ort, als urbanes Zeichen. Hier werde Gemeinschaft gelebt. «Damit rückt die Neuapostolische Kirche stärker ins Bewusstsein.» Im Namen der Berger und Partner Architektur Baumanagement und Bauleitung AG überreichte Rolf Berger der neuapostolischen Kirche nicht nur einen zweckgebundenen Spendenbetrag, sondern schenkte der Buchser Gemeinde das Nischenbild in der Kirche mit dem Titel «Chaos versus Ordnung» als pragmatisches Kunstwerk von Remo Passeri aus Heiden. Rolf Berger wünschte sich aber vor allem, dass «dieser Kirchenbau durch eine lebendige Gemeinde zur Kirche gemacht wird».

Der Kirchensaal hat rund 100 Sitzplätze auf bequemen Bänken. Die Empore, welche zusätzliche 30 Sitzplätze bietet, verdichtet auch den Eingangsbereich. Für stimmungsvolle Lichtverhältnisse sorgen die Fenster auf drei Seiten des Saales, dem sogenannten Oblichtkranz. Nachts wird dieser hinterleuchtet, so dass die Fenster, welche aussen mit einem als Kreuzverband gestalteten, vorgelagerten Sichtmauerwerk umringt sind, ein sanftes Licht hinausstrahlen. Der Kirchensaal ist von der Aussenwelt abgeschirmt; Altar und Kreuz stehen schnörkellos im Raum. Buchs ist die grösste neuapostolische Gemeinde des Bezirks (Graubünden), zu dem noch weitere sieben Gemeinden gehören. Die Gemeinde mit zurzeit 262 Glaubensgeschwistern wird vom Gemeindevorsteher, Hirte Jean-Claude Croset, einem Evangelisten sowie zwei Priestern und drei Diakonen betreut.

Am Einweihungssonntag war es deutlich ersichtlich: Die ganze Gemeinde freut sich, dieses zeitgemässe Kirchengebäude zu beziehen. Am 18. November wird es noch einen Tag der offenen Tür geben.