Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BUCHS: Ein kirchliches Zuhause schaffen

Die evangelische Kirche packt ein seit Jahrzehnten gehegtes Projekt an: Geplant wird neben dem Gotteshaus ein Kirchgemeindezentrum. Die Kantonalkirche signalisierte Unterstützung. Nun ist die Bürgerschaft gefordert.
Heini Schwendener
Die Vorsteherschaft der Kirchgemeinde hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Projekt «Zukunft Evangelische Kirche Buchs» beschäftigt. (Bild: Heini Schwendener)

Die Vorsteherschaft der Kirchgemeinde hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Projekt «Zukunft Evangelische Kirche Buchs» beschäftigt. (Bild: Heini Schwendener)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Daniel Lämmler, Präsident der Vorsteherschaft der evangelischen Kirche Buchs, sagt: «Unsere Kirche hat keine örtliche Identität und Sichtbarkeit.» Diese Aussage gründet auf der Tatsache, dass sich das kirchliche Leben an fünf Orten abspielt: in der Kirche, im Kirchgemeindesaal Räfis, an der Churerstrasse 3 im Keller und im 2. Stock sowie in zwei Pfarrhäusern. Davon sind noch nicht einmal alle auch rollstuhlgängig. Diese dezentralisierte Organisation ist der Zusammenarbeit und dem Zusammenleben in der kirchlichen Gemeinschaft nicht zuträglich.

Noch ein Argument führt Daniel Lämmler an: «Es kann doch nicht sein, dass Jugendliche, die sich für unsere Angebote interessieren, dabei nie die Kirche zu Gesicht bekommen.» Der Präsident denkt mit dieser Aussage weiter, denn die Jungen von heute sollen auch in Zukunft als Erwachsene der Kirche erhalten bleiben. Zukunftsgerichtet ist denn auch das Projekt, auf dem eigenen Boden östlich der Kirche ein Kirchgemeindezentrum zu bauen (vgl. Titelseite).

Ja zum Studienauftrag stellt Weichen für ein Zentrum

An der Kirchbürgerversammlung vom 25. März können die Stimmberechtigten über einen Kredit von 150000 Franken für einen Studienauftrag abstimmen. Das Projekt «Zukunft Evangelische Kirche Buchs» wird professionell aufgezogen. Die Gruppe Bau erarbeitet die nötigen Rahmenbedingungen für einen Wettbewerb in Form eines Studienauftrags an fünf Architekturbüros. Diese haben die Aufgabe, die Vorstellungen der Kirchenvorsteherschaft und den Mitarbeitenden der Kirchgemeinde zu Papier zu bringen. Eine Fachjury wird das Siegerprojekt küren.

Dabei wird das Projekt immer konkretere Züge annehmen, bezüglich Raumprogramm, Gebäudevolumen und natürlich auch bezüglich der Kosten. Gerechnet wird mit einem Investitionsvolumen von 4,5 bis 5 Millionen Franken, wovon wohl ein substanzieller Betrag in siebenstelliger Höhe von der Kantonalkirche finanziert wird. Lämmler ist überzeugt, dass Buchs dank dieser Hilfe das Projekt solide stemmen und ohne Hypothek finanzieren kann. So ist z. B. der Baufonds mit 2 Millionen Franken dotiert.

Um überhaupt an Beiträge der Kantonalkirche zu gelangen, müssen die Buchser ihren Steuerfuss erhöhen. Beantragt wird ein Anstieg um 2 auf 27 Prozent. Die Kirchenvorsteherschaft geht davon aus, dass der um zwei Prozent erhöhte Steuerfuss für eine Dauer von vier Jahren nötig sein wird. «Diese finanzielle Unterstützung erachten wir als sehr wichtig. Wir wollen unseren Nachfolgern keine Schulden hinterlassen», heisst es im Bericht der Kirchenvorsteherschaft. Bisher war das Echo auf das Projekt, das ja nicht im Geheimen gehegt wurde, positiv. Das Kirchgemeindezentrum sei kein «Ego-Projekt» derer, die es planen, so der Präsident, «es ist ein zukunftsgerichtetes Projekt für unsere Kirche». Nun kann die Kirchbürgerschaft offiziell dazu Stellung nehmen und mit einem Ja zum Kredit für den Studienauftrag die Weichen stellen. Gibt es ein Nein zum Kreditantrag, dann ist das Projekt, in das viele Menschen viel Arbeit und Herzblut investiert haben, bereits in der Startphase wieder beendet.

Nicht in die erwarteten Kosten von 4,5 bis 5 Millionen Franken eingerechnet, ist ein höherer sechsstelliger Betrag für Arbeiten in der Kirche selbst. Der Gottesdienstraum und die übrigen Räume sollen, finanziert durch Eigenmittel, umgestaltet werden.

Wenn dereinst einmal alles an einem Ort und unter zwei Dächern zusammengeführt sein wird, stellt sich die Frage nach der Zukunft des Kirchgemeindesaals Räfis und der Parzelle 60 nordwestlich neben der Kirche. Insbesondere der Saal in Räfis ist ein emotionales Thema. Daniel Lämmler verspricht, sich für eine gute Lösung für alle Beteiligten einzusetzen (vgl. unten).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.