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BUCHS: Ein emotionaler Moment für Elsbeth Maag

Die St. Gallische Kulturstiftung hat am Freitag Förder- und Anerkennungspreise an die Kunstschaffenden Elsbeth Maag aus Buchs, Till Ostendarp aus Wattwil und Anita Zimmermann aus St. Gallen vergeben.
Anerkennungspreisträgerin Elsbeth Maag und Laudator Adrian Scherrer. (Bild: Corinne Hanselmann)

Anerkennungspreisträgerin Elsbeth Maag und Laudator Adrian Scherrer. (Bild: Corinne Hanselmann)

Corinne Hanselmann

«Für Elsbeth Maags Lyrik braucht man ein feines, offenes Ohr», sagte Stiftungsrat und Laudator Adrian Scherrer anlässlich der Preisverleihung der St. Gallischen Kulturstiftung im Konzertlokal Krempel. «Ihre Texte trippeln auf leisen Füssen daher, man muss genau hinhören, damit man versteht, was sie zu erzählen haben.» Auf Spaziergängen und Veloausfahrten im Werdenberg höre Elsbeth Maag den Atem der Steine auf einer Sandbank im Rhein, den Gesang einer Tonscherbe auf dem Acker oder die Gedanken der Blätter. «Du hörst gut zu, was dir die Landschaft und die Menschen darin zu sagen haben. Zu unserem Glück lässt du es nicht dabei bleiben. Du notierst diese Stimmen und hältst für uns fest, was dir all die kleinen und grossen Dinge in deiner Umgebung erzählen», so Adrian Scherrer.


Ein Dank für stetes kulturelles Wirken

Daraus sind mehrere Gedichtbände entstanden. Doch auch in der Kunst am Bau konnte sich die 1944 geborene Buchserin behaupten. Ihre Lyrik wirke über die Grenzen des St. Galler Rheintals hinaus, ob in Mundart oder Hochdeutsch. Häufig arbeitete sie mit anderen Kunstschaffenden zusammen. Die Verbindung ihrer Texte mit Musik, Malerei, Theater, Fotografie, Kulinarik oder Architektur gelang scheinbar mühelos.

Für ihr energiegeladenes, lustvolles und stetes künstlerisches und kulturelles Wirken bedankt sich die St. Gallische Kulturstiftung bei Elsbeth Maag mit dem Anerkennungspreis von 15000 Franken.

Sichtlich berührt von Adrian Scherrers Rede bedankte sich Elsbeth Maag: «Ich danke ganz, ganz herzlich den Menschen, die es für wichtig befunden haben, dass ich einen Anerkennungspreis bekommen soll. Ich war sehr berührt, als ich den Brief von St. Gallen erhalten habe mit der Nachricht, dass ich ausgezeichnet werde. Es war ein grosser Moment, ein emotionaler Moment, ein schöner Moment. Dass gerade die Lyrik ausgezeichnet wird, ist nicht selbstverständlich, denn sie ist eher eine Randfigur im Kulturbetrieb.»

Auch Anita Zimmermann, bildende Künstlerin aus St. Gallen, erhielt einen Anerkennungspreis. Mit einem Förderpreis von 10000 Franken ausgezeichnet wurde der 25-jährige Wattwiler Musiker Till Ostendarp. Umrahmt wurde die Feier mit Ton, Bild und Text der Preisträgerinnen und des Preisträgers. Simona Specker las den «Staubernzyklus» von Elsbeth Maag vor.

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