BUCHS: Die Sprache als Schlüssel

Gestern öffnete die Quartierschule Buchs ihre Türen. Rund 16 fremdsprachige Personen erlernen in 60 Lektionen ihre ersten deutschen Worte für den Alltag.

Katharina Rutz
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Mit Bildern und Gesten vermitteln die Kursleiterinnen und Kursleiter der Quartierschule die Bedeutung der Worte. (Bild: Katharina Rutz)

Mit Bildern und Gesten vermitteln die Kursleiterinnen und Kursleiter der Quartierschule die Bedeutung der Worte. (Bild: Katharina Rutz)

Katharina Rutz

katharina.rutz@wundo.ch

Buchs ist eine von 16 Pilotgemeinden, die das neue Sprach­förderungsprogramm «Quartierschulen» der Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) zurzeit in einem ersten Kurs umsetzen. Danach will die Stadt Buchs entscheiden, ob die Quartierschule definitiv eingeführt wird. In Sennwald hat bereits eine solche Quartierschule gestartet (der W&O berichtete).

Worte für den Alltag

Die Sprache gilt als Schlüssel zur Integration. In 60 Lektionen ­lernen Flüchtlinge, aber auch ­Migranten von Familiennach­zügen ein paar hundert Worte kennen und wie sie diese in den gängigsten Alltagssituationen anwenden können. Der Unterricht ist spiele­risch, es wird viel gelacht, geklatscht und natürlich gesprochen. Das Schreiben ist zweitrangig. Den professionellen Deutschunterricht will das Angebot deshalb auch nicht ersetzen, sondern vielmehr den Grundstein dazu legen. Roger Hoch­reutener, Geschäftsführer des Trägervereins Integration, ist im Auftrag der VSGP für das Konzept zuständig. Die ehemalige Wart­auer Gemeinderätin Daniela Graf setzt dieses um. «Bis Ende Jahr werden 36 der 77 St. Galler Gemeinden mit dabei sein und 400 Migranten und Flüchtlinge den Kurs besucht haben», sagt sie anlässlich des gestrigen Besuchstages der Quartierschule im Buchser Feuerwehrdepot. 7