BUCHS: Die Landschaft lässt sich hörbar erleben

Der Verein Freunde Schloss Werdenberg hilft mit 10000 Franken, dass das renovierte St. Galler Kantonsrelief im Schloss zu einem speziellen akustischen Erlebnis wird.

Hanspeter Thurnherr
Drucken
Teilen
Prägten die Versammlung: Präsident Herbert Vuilleumier, Babette Karner und Thomas Gnägi. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Prägten die Versammlung: Präsident Herbert Vuilleumier, Babette Karner und Thomas Gnägi. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Die 68 Mitglieder genehmigten alle Anträge einstimmig, darunter den Unterstützungsbeitrag. Der Verein hat bereits früher die Renovation des St. Galler Kantonsreliefs unterstützt. Der aktuelle Beitrag soll nun eine dem Relief angepasste Präsentation ermöglichen und das Modell mit «Hörspuren» und Audiogeräten zu einer auditiv erlebbaren Landschaft machen, wie Museumsleiter Thomas Gnägi erläuterte. Geplant sind «Töne, die das Leben näherbringen.» Am 1. April wird das Relief erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Einleitend hatte Präsident Herbert Vuilleumier die Veränderungsprozesse im Schloss angesprochen. Seit der Gründung im Jahr 2012 habe der Verein diesen Prozess aktiv begleitet und die Idee «Schloss Werdenberg» ideell und finanziell jährlich unterstützt. Die von Geschäftsleiter Kurt Scheidegger kommentierte Jahresrechnung 2016 schloss bei Erträgen von 18500 Franken und Aufwänden von 22000 Franken mit einem Verlust von 3424 Franken, dieser liegt aber tiefer als budgetiert. Der Verein verfügt damit noch über ein Eigenkapital von knapp 16000 Franken. Das Budget 2017 rechnet praktisch mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Erneut wird eine Spende von 10000 Franken zu Gunsten des Schlosses vorgesehen. Die Mitgliederbeiträge beliess die Versammlung auf 40 Franken für Einzelpersonen, 60 Franken für Paare und 200 Franken für Firmen.

«Freunde» wollen mehr Präsenz zeigen

Das Jahresprogramm umfasst die Eröffnung der Schlosssaison samt Einweihung des renovierten Reliefs am 1. April, den Abend mit den Künstler-Stipendiaten am 18. Mai, den internationalen Museumstag am 21. Mai, den Mitgliederanlass als Filmnacht am 18. August sowie einen Ausflug zum Partnerschloss Spiez zusammen mit dem historisch-heimatkundlichen Verein der Region Werdenberg (HHVW).

Wie Herbert Vuilleumier ausführte, wollen die «Freunde» in diesem Jahr bewusst an Schlossanlässen mehr Präsenz zeigen, aber auch mehr «Flagge» mit einer eigenen Weste und Wortspielen auf Buttons. Thomas Gnägi informierte über das Schlossprogramm 2017 unter dem Motto «Idylle». Besonders hob er die Ausstellung im Rahmen von Kultur im Bistro hervor, die von den Bergfinkli und Singapur musikalisch umrahmt wird. Im Sommer wird die Schlosswand zur grossen Filmleinwand. Nebst weiteren Anlässen – und einem Kinderprogramm– wird es einen speziellen Erzählabend mit Caroline Capiaghi im Schloss geben.

Die Kommunikationsverantwortliche Babette Karner gab den «Freunden» auf anregende Weise einen Vorgeschmack auf die Schlossmediale vom 2. bis 11. Juni. Dabei werde ausgelotet, was «Idylle» sein kann, oder auch was ihr Gegenteil sein könne. Die beiden Künstler im Fokus werden der Südtiroler Holzbildhauer Bruno Walpoth und der Schlagzeuger und Komponist Michael Werthmüller sein. Die Konzerte mit vielen spannenden Musikerinnen und Musikern könne man in drei Themen aufteilen: Klassik, Romantik und Abenteuer. Ein bemerkenswertes Konzert wird dieses Jahr auf dem Chäserrugg stattfinden, das sich mit Süd-Nord-Ost-West-Musik beschreiben lasse. Auch die Kindermediale fehlt nicht im Programm.

Im kulturellen Teil der Versammlung versetzte der in Grabs lebende Magier Danini die Anwesenden Mal für Mal in Staunen.