BUCHS: Der Siegesanzug

Sechs Medaillen holten sich die Schweizer Skirennfahrerinnen und -fahrer bis gestern bereits an der WM in St. Moritz in Anzügen der Buchser Firma Wams.

Katharina Rutz
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Sven Amsler von der Buchser Wams AG demonstriert, wie die einzelnen Teile des Skirennanzuges zusammengehören. (Bild: Katharina Rutz)

Sven Amsler von der Buchser Wams AG demonstriert, wie die einzelnen Teile des Skirennanzuges zusammengehören. (Bild: Katharina Rutz)

Katharina Rutz

Luca Aerni war gestern in der Kombination nur gerade 0,01 Sekunden schneller als der Zweitplazierte Marcel Hirscher. Abfahrtsweltmeister Beat Feuz siegte mit 12 Hundertstel Vorsprung. Ob hier das fahrerische Können oder doch die in Buchs hergestellten Skianzüge das Zünglein an der Waage bildeten, darüber lässt sich nur spekulieren. Tatsache ist, dass die Anzüge von zwei Firmen im Werdenberg in Präzisionsarbeit hergestellt werden.

Die Anzüge der Skistars kommen aus Buchs

Den Stoff produziert die Seveler Firma Schoeller Textil AG. Zugeschnitten, bedruckt und genäht werden die Anzüge in der Firma Wams AG in Buchs. Dabei steht die Aerodynamik an erster Stelle. Die Nähte verlaufen deshalb hinten am Körper und die Anzüge können auch oft nur einmal für ein Rennen getragen werden. «Da der Stoff auf Aerodynamik und nicht auf Festigkeit ausgelegt ist, kann er auch relativ leicht beschädigt werden», erklärt Sven Amsler, Geschäftsleitungsmitglied der Wams AG in Buchs. Für Carlo Janka zum Beispiel wurden neun Anzüge allein für die WM in St. Moritz hergestellt. «In einer ganzen Saison benötigt ein Spitzenrennfahrer etwa 20 bis 25 Anzüge», so Sven Amsler.

Die Firma stellt seit dem Jahr 2005 die Anzüge für die Schweizer Skinationalmannschaft her. Auch die Spitzensportler aus den USA und Liechtenstein fahren mit den Skianzügen der Buchser Firma.3