BUCHS: Deborah heisst die «Miss Buchs»

Die sonntägliche Viehschau der Stadt vermochte trotz der regnerischen Witterung viele Besucherinnen und Besucher aus der nichtbäuerlichen Bevölkerung zu begeistern.

Hansruedi Rohrer
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Hans Pernet (rechts) darf die mit Spannung erwartete Auszeichnung «Miss Buchs» 2017 für seine Debora entgegennehmen. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Hans Pernet (rechts) darf die mit Spannung erwartete Auszeichnung «Miss Buchs» 2017 für seine Debora entgegennehmen. (Bild: Hansruedi Rohrer)

An der vom Viehzuchtverein Buchs veranstalteten Schau auf dem Marktplatz am Werdenbergersee wurden rund 180 Tiere aufgeführt, welche am Vormittag von den Experten Hans Kuratli und Mathias Süess bewertet ­wurden. Die meisten Kühe gehörten der Rasse Brown Swiss an, zu ­sehen gab es aber auch etwa 20 Red-Holstein-Tiere sowie ­ 20 Original-Braunvieh-Kühe.

Schaupräsident Andreas Eggenberger zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. «Trotz schlechten Wetters vor allem am Vormittag zeigte es sich, dass das Publikum gerade am Sonntag Zeit findet, hier vorbeizuschauen», sagte er. «Die allgemeine Stimmung und der Besucheraufmarsch an der Schau waren für eine Stadt sehr gut, ich bin sehr zufrieden.»

Unter der fachkundigen Führung von Markus Saxer verzeichnete dabei auch die Festwirtschaft einen Grosserfolg. Vielleicht lag es daran, dass diese unter Dach im Festzelt war oder dass hier ganz einfach eine ­ungezwungene Gemütlichkeit herrschte. Auf alle Fälle kamen auch hier die Gäste voll auf ihre Rechnung.

Spannend wurde es am Nachmittag. Da präsentierten und kommentierten die beiden Experten zuerst die schönsten ­Holstein-Kühe, dann die Braunvieh-Fünf-Generationenfamilie (Züchter Andreas Guntli) und die seltene Leistung einer Kuh mit 142000 Kilo Milch Lebensleistung (ebenfalls im Besitz von Andreas Guntli) sowie die Wahl der «Miss Rind» und der Schöneuter-Kühe von jüngeren und älteren Tieren. Vor dem Höhepunkt des Tages, nämlich der «Miss-Buchs»-Wahl, gab es den reichhaltigen Gabentempel der Tombola zu leeren. Die Preise wurden dabei im Ring aufgestellt. Den Hauptpreis konnte schliesslich Florian Eggenberger entgegennehmen. Es war das Brown-Swiss-Zuchtkalb Juliane.

Dann folgte die von allen mit Spannung erwartete Wahl der «Miss Buchs». Aus zwölf Abteilungsgewinnerinnen – alle auf ­hohem Zuchtniveau – hatten die beiden Experten die nicht leichte Aufgabe, die «Miss Buchs» zu küren. Applaus hatten zwar alle Züchter verdient, welche dazu ihr Tier in den Ring schickten. Doch gewinnen konnte aus zuletzt noch fünf verblieben Kühen nur ein Besitzer, und das war Hans Pernet jun. mit seiner Debora.

Martin Keller als Präsident des Viehzuchtvereins Buchs nahm gleichzeitig seine Aufgabe als Speaker souverän wahr. Auch diese Schau des Viehzuchtvereins Buchs hat wieder einmal gezeigt, dass nicht nur die Leistung von Kühen und damit der Zuchterfolg in Fachkreisen gefragt ist, sondern dass dem ganzen Bauernstand allgemein grosse Beachtung entgegengebracht wird.

Hansruedi Rohrer

redaktion@wundo.ch