BUCHS: Das hohe Eigenkapital wird weiter schrumpfen

Der Voranschlag der Stadt Buchs für das Jahr 2018 sieht einen Aufwandüberschuss von 2,359 Millionen Franken und Nettoinvestitionen von 8,634 Mio. Franken vor.

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Der Stadtrat legt der Bürgerversammlung vom 27. November den Voranschlag für das Jahr 2018 vor. Bei Einnahmen von 81,284 Mio. Franken sieht es einen Aufwandüberschuss von 2,359 Mio. vor. Der Steuerfuss soll bei 118 Prozent bleiben. Im Voranschlag wird erwartet, dass als Folge des Doppelbesteuerungsabkommens Schweiz–Liechtenstein rund 500000 Franken an Steuereinnahmen wegfallen.

Das Eigenkapital betrug Ende 2016 noch komfortable 28,9 Mio. Franken. Allerdings steige die Fremdverschuldung aufgrund des hohen Liquiditätsbedarfs für die grossen laufenden Investitionen, schreibt Stadtpräsident Daniel Gut in seinem Vorwort. Entsprechend steigt auch der Abschreibungsbedarf an, der für 2018 gemäss Budget 4,82 Mio. Franken beträgt (+443000 Franken). Laut dem Finanzplan der Stadt verbessert sich diesbezüglich die Situation mittelfristig aber wieder. Vorderhand wird das Eigenkapital aber bis 2022 weiter schrumpfen, auf noch knapp 11 Mio. Franken. Im Budget 2018 sind Nettoinvestitionen von 7,18 Mio. aus dem Steuerhaushalt und 1,454 Mio. aus Spezialfinanzierungen geplant. Für 2019 rechnet der Finanzplan 2018–2022 mit total 18 Mio. Franken an Investitionen – unter anderem Instandsetzung Gebäudehülle Neubau OZ Grof, Erschliessung Burgerau und Ausbau Giessen, für die Jahre 2020–2022 noch zwischen 2,72 und 4,68 Mio.

Höhere Beiträge und neue Projektierungskredite

Im Budget sind steigende Unterstützungsbeiträge an den FC Buchs (+32000 Fr.) und an die Schlossfestspiele (+20000 Franken) enthalten. Der Gemeindeanteil an der Pflegefinanzierung steigt um 300000 Franken, als Folge einer Pflegetaxenerhöhung im Haus Wieden. Der Betriebskostenbeitrag an die Spitex liegt 112000 Franken über jenem im Voranschlag 2017. 147000 Franken höher liegen die budgetierten Ausgaben im Bereich Tourismus / Kommunale Werbung, der Beitrag für Buchs Marketing wächst um 146000 auf neu 250000 Franken.

Im Voranschlag der Investitionsrechnung 2018 sind unter anderem Projektierungskredite enthalten für die Sanierung/Erneuerung der sanitären Installationen im Rathaus (40000 Franken), die Erneuerung des Stadtratsaals im Rathaus (50000 Franken) und die Sanierung der Ost- und Westfassade der Schulanlage Räfis (100000 Franken, inklusive Bewilligungsverfahren und Ausschreibung). Für die Erarbeitung einer Zustandsanalyse und die weitere Planung für die Instandsetzung der Fassade und des Flachdachs «Neubau OZ Grof» sind im Investitionsbudget 130000 Franken enthalten. Für die Erweiterung der Videoüberwachung im öffentlichen Raum auf das Areal Bushof-Neubau sind 30000 Franken budgetiert.

Zusätzlich zu den bereits gesprochenen 240000 Franken sind gemäss aktualisierter Kostenschätzung weitere 260000 Franken für die Neugestaltung des Spielplatzes Käppeli vorgesehen. Im Investitionsbudget sind auch 70000 Franken als Beitrag an die erste Etappe des Jugendparks sowie die Mittel für bauliche Massnahmen wie Strassen oder Instandhaltung/Sanierung im Haus Wieden enthalten.

EWB investiert 11,68 Mio. Franken

Der Voranschlag 2018 des Elektrizitäts- und Wasserwerks der Stadt Buchs (EWB) sieht wegen einer Vielzahl an Projekten Investitionen in Höhe von 11,68 Mio. Franken vor – vor Auflösung der Vorfinanzierung von 2 Mio. für die Modernisierung des Kommunikationsnetzes. Insgesamt wird um eine Krediterteilung über 8,786 Mio. Franken ersucht. Das EWB rechnet im Voranschlag für 2018 mit einem Gewinn von 2,137 Mio. (ts)

Hinweis

Bürgerversammlung Stadt Buchs: Montag, 27. November, 20 Uhr, Mehrzweckhalle Berufs- und Weiterbildungszentrum BZB Buchs