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BUCHS D: Wohin mit der Holzasche?

ie Entsorgung von Asche aus Holzverbrennungen bringt Herausforderungen zum Schutz der Umwelt mit sich, wie am Infoanlass von Holzenergie zu erfahren war.
Heidy Beyeler

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Zur Einleitung führte Michael Tobler, Projektleiter Holzenergie, zum Thema «Projekt Harve» verschiedene Aspekte auf, die anhand der Einführung zur neuen Abfallverordnung massgebliche Veränderungen mit sich ziehen. Die neue Verordnung VVEA (Abfallentsorgung) sieht vor, dass die Belastung der Umwelt durch Abfälle vorsorglich begrenzt werden und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Rohstoffe durch die umweltverträgliche Verwertung von Abfällen erfolgen muss, wie Maurice Jutz, Projektleiter Schweizerischer Verband für Umwelttechnik (Svut) erklärte.

Von kantonaler Seite referierte Martin Anderegg vom AFU, Abteilung Recht und UVP über den umweltgerechten Umgang mit Asche und die rechtlichen Grundlagen. Dabei zeigte er auf, dass beispielsweise Holzasche aus Einzelraumfeuerungen (Chemineés, Zimmer-, Kachel-, Holzkoch- und Pelletöfen) aus Privathaushalten normal mit dem Kehricht in einer KVA entsorgt werden dürfen. Wer einen Garten hat, kann die Asche im Garten ausbringen. Aber auch dort sollte Vorsicht geboten werden, dass nicht zuviel Asche ausgetragen wird, wie es hiess.

Verschiedene Branchen an Lösung beteiligt

Weiter zeigte Thörben Wildhaber, KSB Produktion AG Maienfeld (Partnerfirma der Logbau), Logistiklösungen sowie Verwertungs- und Entsorgungslösungen für die Holzasche auf, die heute schon in der Betonverarbeitung Verwendung findet. Holz ist im Bereich erneuerbarer Energien ein wichtiger Energieträger. In der Schweiz sind über eine halbe Million Anlagen zur energetischen Nutzung von Holz in Betrieb. Anlagen, in denen auch grössere Mengen an Asche anfallen, die gewisse Konzentrationen von Schadstoffen enthalten. Das heisst, es müssen klare Regelungen erstellt werden für eine saubere Verwertung bzw. Deponierung von Asche aus der Holzverbrennung.

Zur Entwicklung von Lösungen für die Deponierung und Verwertung von Asche aus der Holzverbrennung sind verschiedene Branchen gefragt. Im Interesse der Umwelt und der Holzanlagenbetreiber sollen umweltfreundliche und kostengünstige Lösungsmodelle vorangegtrieben werden. Deshalb lanciert Holzenergie Schweiz und der Schweizerverband für Umwelttechnik (SVUT) –mit Unterstützung des Bundesamtes für Umwelt– das Projekt Harve. Das Projekt hat zum Ziel, Lösungen für eine umweltschonende, nachhaltige und ökonomisch interessante Entsorgung der Holzasche zu erarbeiten.

Gelungenes Netzwerk in Buchs

Diesbezügliche Untersuchungen sind schon seit Jahren im Gange. Jetzt sei die Zeit gekommen, um Möglichkeiten in die Praxis umzusetzen. An der Veranstaltung in Buchs wurden Betreiber von Holzheizanlagen, Transporteure und Entsorger sowie Verwerter und Deponiebetreiber angesprochen.

Es kommt etwas in Bewegung. Das Projekt Harve geht nun schweizweit in die Offensive mit Informationsanlässen, um die gewünschten Zielgruppen zu erreichen, um Akteure der Branche zusammenzubringen, aber auch um aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Holzasche weiter zu vermitteln und Netzwerke aufzubauen. In Buchs ist das gelungen. Nach den Referaten wurden noch lange bei angeregten Fachgesprächen Wissen und Erfahrungen ausgetauscht.

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