BUCHS: Coffee for the Restless gibt’s jetzt auch zum Mitnehmen

Die regionale Band Coffee for the Restless bot am Samstag im «Krempel» Kaffee und Rock’n’Roll. Ein würdiger Rahmen für eine Taufe. Einer Platte.

Christopher Eggenberger
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Die Zürcher Band Pablo Infernal spielte als zweite Band des Abends. Höllisch laut und höllisch gut. (Bilder: Christopher Eggenberger)

Die Zürcher Band Pablo Infernal spielte als zweite Band des Abends. Höllisch laut und höllisch gut. (Bilder: Christopher Eggenberger)

Christopher Eggenberger

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Wenn Menschen trotz brütender Sommerhitze nach drinnen gehen, wissend, dass sie so noch mehr ins Schwitzen kommen, dann muss schon ein besonderes Ereignis stattfinden. Oder aber es gibt etwas gratis. Beides war der Fall am vergangenen Samstag im «Krempel» in Buchs.

Es war der Abend von Coffee for the Restless. Jener Band aus unserer Region, die vor noch gar nicht allzu langer Zeit im Buchser «Chez Fritz» ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte und mittlerweile schon fast überall zwischen Gonzen und Hohem Kasten gespielt hat. Unter anderem etwa am Buchserfest oder am Openair Wavejam.

Jetzt endlich kann man Coffee for the Restless (CFTR) auch zu Hause geniessen: nämlich als frisch gepresste CD. Das erste ­Album der Band heisst «Coffee Show» und wurde am Samstag feierlich getauft und verkauft.

Mit Sound und Kaffee alle Sinne angesprochen

Wer aber nicht den Kaffee im Sack kaufen will, wird vielleicht erst einmal nach dem musikalischen Genre fragen. Ist es jetzt mehr Stoner-, Country-, Punk- oder Bluesrock?

«Es muss einfach ziehen», sagte Sänger und Gitarrist Roman Staub kürzlich gegenüber dem W&O und beantwortet damit in einem Satz, worum es Coffee for the Restless mit ihrer Musik geht. Staub und seine Bandkollegen Lukas Oberholzer, Tobias Kalt, Simon und David Gabathuler und Selina Isler kommen wohl auch deshalb so gut beim Publikum an. Der Sound ist rau und ungeschliffen. Es soll nicht perfekt sein. Es soll Laune machen. Und das ist jederzeit spürbar. Wenn den tanzenden Fans während des Konzerts auch noch gratis Kaffee verteilt wird, sind am Ende alle Sinne bedient. Diese Band nimmt das Wohlergehen des Publikums noch richtig ernst.

Die familiäre «Krempel»-Atmosphäre

Musik und «Krempel» gehören einfach zusammen. Und Bands aus der Region zu unterstützen, ist den Leuten im Hintergrund stets ein Anliegen. Das zeigt sich auch am Beispiel von Coffee for the Restless, die ja nicht zum ersten Mal im Lokal auftreten durften.

Das Engagement zahlt sich für alle aus: Musiker, Gäste und Betreiber. Dann entstehen nämlich Feste wie am vergangenen Samstag, wo die Atmosphäre familiär wird, wo man glaubt, nur noch von Menschen in CFTR-Shirts und -Basecaps umgeben zu sein.

Höllisch heiss ging es weiter

Der Samstagabend begann jedoch nicht erst mit dem Konzert, ­sondern mit der Vorführung des ­Skatefilms «Rasende Wut 2.0». Der Fortsetzung einer Reihe von Kurzfilmen, die vor einigen Jahren im «Krempel» gezeigt wurden. Nebst anderen sind darin auch Mitglieder von Coffee for the Restless zu sehen. Filme dieser Art sind übrigens nicht nur für aktive Fahrer interessant. Staunen und schmunzeln können auch Menschen, die lieber sicheren ­Boden unter den Füssen haben.

Vier Musiker aus dem Zürcher Oberland bilden Pablo Infernal. Sie waren die zweite Band des Abends oder auch die erste Band des Sonntags. Nochmals laut und rockig, war Pablo Infernal die ideale Fortsetzung zu CFTR. Denn wie verkraftet man einen Koffeinschock am besten? Eben: durch Tanzen.