BUCHS: «Chez Fritz» braucht Geduld

Im Einspracheverfahren über den Gestaltungsplan für die «Turmüberbauung» ist der Entscheid weiterhin offen. Vielleicht wird gar ein neuer Verfahrensweg gesucht.

Hanspeter Thurnherr
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Es dürfte noch dauern, bis die Überbauung «Chez Fritz» Gestalt annimmt. (Bild: PD)

Es dürfte noch dauern, bis die Überbauung «Chez Fritz» Gestalt annimmt. (Bild: PD)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Am Pfingstmontag ist es genau ein Jahr her, dass die Buchser Bürgerschaft mit 55,4 Prozent Ja zum Teilzonenplan Chez Fritz sagte. Damit war der Weg frei, das Gestaltungsplanverfahren für die Überbauung auf dem Chez-Fritz-Areal mit dem geplanten markanten, rund 60 Meter hohen Turm weiterzuführen. Doch ein Jahr später ist über die Einsprache gegen den Gestaltungsplan, die zurzeit beim Rechtsdienst des Baudepartements liegt, noch immer nicht entschieden worden. Sven Bradke, Mediensprecher der Bauherrschaft HRS Real Estate AG, sagte dem W&O: «Jeder Tag, an dem wir auf den Entscheid warten müssen, ist für uns eine Verzögerung.»

Neues Baugesetz verändert die Situation

Unterdessen hat sich aber die rechtliche Situation mit dem ­neuen Planungs- und Baugesetz (PBG) des Kantons St. Gallen geändert. Dieses tritt am 1. Oktober in Kraft. «Deshalb überlegen sich und diskutieren Bauherrschaft, Stadt und kantonale Stellen, ob auf dem bisherigen Rechtsweg weitergefahren werden soll oder aufgrund des neuen Baugesetzes ein neuer Weg eingeschlagen werden soll», sagt auf Anfrage Stadtpräsident Daniel Gut. Ein Entscheid sei allerdings noch nicht gefallen.

Dieser Entscheid dürfte auch davon abhängen, wie der Prozess mit dem neuen Baugesetz konkret aussieht. Um dies zu klären, sollen in nächster Zeit Gespräche mit den kantonalen Stellen stattfinden, wie Gut sagte. «Aber Bauherrschaft, Grundeigentümer und Stadtrat haben grosses Inter­esse, dass das Bauvorhaben möglichst bald realisiert werden kann», ergänzt der Stadtpräsident. Er tritt damit entschieden in letzter Zeit aufgetauchten Gerüchten entgegen, die Bauherrschaft wolle das geplante Projekt gar nicht mehr realisieren.