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BUCHS: «Bis die Seele Flügel bekommt»

250 Sängerinnen und Sänger trafen sich zum 18. Weihnachtssingen von Peter und Hildegard Hasler in der Aula Flös. Einige reisten von weit her an: von Chur, St.Gallen, Walenstadt oder Zürich. Beherzt sang die Gemeinschaft über 30 Lieder.
Alexandra Gächter
250 Sängerinnen und Sänger erschienen am Weihnachtssingen. Auf dem Bild hatte nur ungefähr die Hälfte Platz. (Bilder: Alexandra Gächter)

250 Sängerinnen und Sänger erschienen am Weihnachtssingen. Auf dem Bild hatte nur ungefähr die Hälfte Platz. (Bilder: Alexandra Gächter)

Alexandra Gächter

alexandra.gaechter@wundo.ch

«Ich bin überwältigt», das sagte Peter Hasler am Donnerstagabend, als er 250 Sängerinnen und Sänger in der Aula Flös in Buchs zum Weihnachtssingen begrüsste. Er habe im Jahr 2000, als er das erste Offene Singen veranstaltete nicht gedacht, dass der Anlass über so lange Zeit so viele begeistern kann. Doch nun strömen seit 18 Jahren Monat für Monat um die 200 Personen aus der Region und darüber hinaus nach Buchs. Passend zu Weihnachten stimmte Peter Hasler gut 20 bekannte Weihnachtslieder an. Viele der Lieder kannten die Sängerinnen und Sänger aus ihren Kindertagen. Mit dem Singen solle sich jeder eine Freude machen, denn singen stärke die Selbstheilungskräfte, sagte Hasler. Gemäss dem Motto des Abends: «Singe bis deine Seele Flügel bekommt» wurde ohne Angst vor falschen Noten mit Freude gesungen.

«Volkslieder sind Kulturgut»

Nach den Weihnachtsliedern gab es für alle 250 Sängerinnen und Sänger verschiedene selbst gebackene Kuchen. Der Andrang war wie immer gross. Peter Haslers Ehefrau, Hildegard, sowie neun Helferinnen hatten während etlichen Stunden diese Kuchen gebacken. Nach der Pause wurden weitere neun Volkslieder gesungen. Peter Hasler begleitete die Sängerschar am Flügel. «Wir haben etwa acht Stammlieder. Pro Jahr kommen zwei bis drei neue Lieder dazu. Ich lasse mich von Wunschkonzerten im Radio in- spirieren. Lieder, die immer wieder gewünscht werden, nehme ich ins Repertoire auf», so Peter Hasler.

Unter den zahlreichen Sängerinnen und Sängern hatte es einige Neulinge und solche, die bereits von Anfang an immer wieder kommen. Eine von ihnen ist die Melserin Doris Meier. Vor 18 Jahren besuchte sie erstmals das Offene Singen in Buchs. «Volkslieder sind Kulturgut. Es wäre schade, wenn sie in Vergessenheit gerieten», sagte Meier.

Ein Chor im Wohnzimmer

Werner Rossi kam am Donnerstagabend zum vierten Mal an das Offene Singen. Er reiste mit seiner Frau und zwei Kollegen von Zürich nach Buchs. Einzig und allein des Offenen Singens wegen. Er habe im Internet nach Volksliedern gegoogelt und sei darauf auf die Homepage des Offenen Singens gestossen.

Ebenfalls aus Zürich stammt Bernhard Koller, der beim Weihnachtssingen zugegen war. Der 1943 geborene Gamser konnte den Ausflug ins Werdenberg hingegen mit Verwandtenbesuchen verbinden. Und Verwandte hat er nicht wenige: «Wir waren eine 17-köpfige Familie. Die Eltern und wir 15 Kinder haben immer gesungen. Deshalb kenne ich auch diese Lieder. Im Dorf hiess es, dass wir die letzten Gamser waren, die 1956 ein Radio kauften. Vielleicht haben wir deshalb so viel gesungen», so Bernhard Koller.

Einen noch weiteren Weg hatte Margrith Meichtey. Sie wohnt im Kanton Wallis und besuchte das Offene Singen in Buchs zusammen mit ihrem Bruder, der in Sargans wohnt. Bevor sie wieder in die Westschweiz fährt, verbringt sie ein paar Tage in der Region.

Die Beliebtheit des Offenen Singens erfüllt Initiator Peter Hasler mit Stolz. Am Donnerstag, 25. Januar, wird er erneut auf der Flöser Aula-Bühne stehen und das erste Offene Singen im neuen Jahr leiten. Das Letzte wird es nicht sein. Schliesslich naht das 20-Jahr-Jubiläum des Offenen Singens.

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