BUCHS: Beitrag an Buchs Marketing gesprochen

Die Bürgerversammlung der Stadt fand am Montagabend statt. Die im Vorfeld von der CVP Buchs kritisierte Beitragserhöhung an Buchs Marketing wurde angenommen.

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263 Stimmberechtigte der Stadt Buchs nahmen am Montagabend an der Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle des BZB teil. Für grössere Diskussionen sorgte einzig die geplante Erhöhung des ­finanziellen Beitrags an Buchs Marketing. Dieser wird neu auf 250 000 Franken angesetzt. Dies entspricht einer Erhöhung um 146 000 Franken. In einem Leserbrief hat die CVP Buchs bereits Kritik an dieser Erhöhung geübt.

Nun ergriff Friedrich von ­Toggenburg im Namen der CVP auch an der Bürgerversammlung beim entsprechenden Budgetpunkt das Wort. «Der Beitrag geht an einen privaten Verein. Eine Aussage dazu, wer sich noch daran beteiligt und wie das ­Budget aussieht, fehlt aber. Es ist ­beispielsweise nicht klar, ob die Geschäfte der Bahnhof­strasse auch daran beteiligt sind», so von Toggenburg. Deshalb stellte die CVP Buchs den Antrag, den ­Beitrag an Buchs Marketing auf dem bisherigen Niveau zu be­lassen.

Nicht nur ein Lippenbekenntnis

Stadtpräsident Daniel Gut begründete die geplante Erhöhung ausführlich. «Buchs nennt sich seit einigen Jahren Stadt», so Gut. Deshalb müsse man Buchs nun auch als Stadt positionieren, damit dieser Bürgerbeschluss nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibe. In einem entsprechenden Papier stehe als Ziel eine Bahnhof­strasse, die ein städtisch pul­sierender Lebensraum sein soll. «Das ist sie noch nicht», sagte Daniel Gut bestimmt. Deshalb sei nun ein City-Marketing nötig. «Hier ist auch die öffentliche Hand in der Pflicht», so seine Überzeugung. In einem Workshop vom August 2016 zum ­Thema wurde klar, dass Leerstände an Geschäftsräumen an der Bahnhofstrasse unbedingt verhindert werden müssten. Es brauche deshalb gute Frequenzen. Der erhöhte Beitrag wäre genauso wie der bisherige an eine Leistungsvereinbarung geknüpft. Diese würde Projekte und Events vorsehen sowie einen stärkeren Auftritt in den sozialen Medien. «Der Autritt in den sozialen Medien muss tagesaktuell sein», so Gut. Das sei mit den bisherigen Mitteln nicht zu leisten, es brauche dazu auch Fachleute mit Zeit für Ideenfindung und deren Um­setzung. Die Erhöhung des Beitrages ist vorerst auf drei Jahre beschränkt.

Geschäfte zahlen Mitgliederbeiträge

Zu den Fragen zu Mitgliedern und Budget der CVP nahm die Präsidentin von Buchs Marketing, Katrin Frick, Stellung. «Insgesamt erhält Buchs Marketing 15 500 Franken aus Mitgliederbeiträgen, die je nach Geschäftsgrösse angepasst sind. Für einen Event müssen Organisatoren jeweils einen Drittel der finanziellen Mittel beisteuern und erhalten zwei Drittel dann von Buchs Marketing», so Frick.

Die Beitragserhöhung fand Befürworter bei der FDP und dem Verkehrsverein Buchs. Daniel Marti, Vizepräsident der FDP, betonte, dass viele der Geschäfte in der Innenstadt grosse Ketten seien. «Diese kommen und gehen schnell, es kommt rein auf den Umsatz an», so Marti. Deshalb seien gute Frequenzen an der Bahnhofstrasse wichtig. Andreas Vetsch, Präsident des Verkehrsvereins, betonte, wie wichtig Buchs Marketing als Anlaufstelle sei, für Vereine, die in Buchs etwas organisieren wollen. Mit ­genügend Kapital könne dies zu einer echten Unterstützung werden. Der Antrag wurde schliesslich von der Bürgerversammlung mit einigen Gegenstimmen, aber dennoch deutlich angenommen. Alle anderen Anträge wurden einstimmig angenommen. So verabschiedeten die Buchserinnen und Buchser den Voranschlag und Steuerplan für das Jahr 2018. Das Budget sieht einen Aufwandüberschuss von rund 2,36 Millionen Franken vor (der W&O berichtete).

Ebenfalls diskussionslos gutgeheissen wurden die Investitionsbeiträge für das EW Buchs. Insgesamt weist das EW einen Kreditbedarf für das Jahr 2018 von rund 8,79 Millionen Franken aus. Zusätzlich bejahten die Bürgerinnen und Bürger einen Investitionskredit in der Höhe von rund 2,9 Millionen Franken für den Bau von Netzkomponenten Layer 2+ auf dem Kommunikationsnetz in der Gemeinde Grabs. «Diese Investition wird rasch amortisiert sein und wird danach Ertrag abwerfen», betonte Stadtpräsident Daniel Gut.

Katharina Rutz

katharina.rutz@wundo.ch