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BUCHS: Auch Migranten werden älter

Akteure aus der Altersarbeit, die sich mit dem Thema «Alter und Migration» beschäftigen, trafen sich zum regionalen Erfahrungsaustausch.
Hanspeter Thurnherr
In fünf Gruppen diskutierten die Teilnehmenden spezifische Themen. Die Erkenntnisse fliessen in die Projektarbeit ein. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

In fünf Gruppen diskutierten die Teilnehmenden spezifische Themen. Die Erkenntnisse fliessen in die Projektarbeit ein. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

«In den täglichen Beratungen sehe ich, wie die Migrantinnen und Migranten immer älter werden und viele schon im Pensionsalter sind. Die meisten bleiben hier und kehren nicht in ihre Herkunftsländer zurück. Ohne Arbeitsplatz fühlt sich mancher verloren», erzählt Blagica Alilovic. Sie leitet den Sozialdienst für Fremdsprachige bei der Stiftung Mintegra in Buchs, erkannte die Problematik schon früh und organisierte entsprechende Projekte im Werdenberg und Sarganserland. «Immer mehr Verant- wortliche von Gemeinden, Kirchen, Fachstellen und Organisationen für Ältere merken, dass auch Migranten zu ihren Kunden gehören», weiss Alilovic.

Die Älteren in das Gemeindeleben einbinden

Gestützt auf die Erfahrungen aus den ersten Projekten organisierte Mintegra zwei Austauschtreffen mit Akteuren aus der Altersarbeit im Werdenberg. Daraus resultierte unter ihrer Leitung das Projekt «Alter und Migration»: eine Reihe von Informations- und Begegnungsanlässen – zunächst in den Werdenberger Gemeinden. Im Sinne der Integration richtet es sich an die Migrantinnen und Migranten 62+ und gleichzeitig an neupensionierte Einheimische.

So sollen die Gemeinden motiviert werden, Ältere und auch ältere Migranten in das Gemeindeleben einzubinden. Etwa durch Arbeitsgruppen, Information über Angebote für Pensionierte in der Wohngemeinde, Motivation zur Nutzung sowie Mitgestaltung dieser Angebote oder durch Vernetzungs- und Präventionsarbeit.

Am Mittwoch trafen sich nun die zuständigen Personen für Altersfragen der politischen und Kirchgemeinden sowie von Fachstellen und Altersheimen im Werdenberg zum dritten regionalen Austausch über «Alter und Migration», um zu berichteten, was sie in der Zwischenzeit gemacht und welche Erfahrungen sie gewonnen haben.

Im ersten Teil informierten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden, was sie seit dem letzten Austausch umgesetzt haben. In Gams fand ein erster interkultureller Anlass mit Tanz Gesang und Kulinarischem statt. Im September lud die Gemeinde alle zwischen 60 und 65 Jahren zu einem Vortrag «Ruhestand, gewusst wie» ein. In Grabs wurde für den Infonachmittag 60+ erstmals die Einladung auch in die Sprachen der Migranten übersetzt. 2018 wird unter dem Motto «Gemeinschaft fördern» stehen. In Sennwald fand Ende Oktober erstmals ein geselliger Vernetzungsanlass statt. Als Aufhänger gab es ein Referat zum Thema Demenz. Zudem konnten sich die Dienstleister an Infoständen vorstellen.

Spezifische Themen in fünf Gruppen diskutiert

In Sevelen stand unter anderem ein Anlass für über 60-Jährige unter dem Thema «Personen erzählen». Drei Personen stellten dabei ihre spannenden Erlebnisse, Lebensbiografien und Projekte vor. In Buchs fand ein 60plus-Vernetzungs-Anlass statt, der Institutionen ermöglichte, ihre Angebote für Ältere und ältere Migranten vorzustellten. Ein weiterer Anlass für Pensionierte galt dem Thema Freiwilligenarbeit. In der Gemeinde Wartau wird auf den kommenden Mai ein Anlass 60+ organisiert mit dem Ziel, Ressourcen für Freiwilligenarbeit zu nutzen, über Unterstützungs- und Beratungsangebote zu informieren und Vernetzung zu ermöglichen.

Im zweiten Teil des Nachmittags fand ein Austausch in fünf Gruppen zu spezifischen Themen und Fragen statt. Zum Beispiel: Care Migration – Pflege der Zukunft? Oder: Was soll beibehalten und was soll anders gemacht werden? Dieser Austausch wurde von fünf interkulturellen Mediatorinnen moderiert, welche bereits in früheren Projekten ehrenamtlich mitarbeiteten. Die Ergebnisse sollen in die künftige Arbeit in den Gemeindeprojekten einfliessen.

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