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BUCHS: «Alles ist miteinander verbunden»

Der Mensch kann ohne die Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft nicht leben. Die vier Elemente hingegen benötigen den Menschen nicht. Der Chemiker und Meteorologe Mario Slongo sprach darüber beim Seniorenforum.
Der in Buchs aufgewachsene Dr. Dr. h.c. Mario Slongo sprach am Dienstag Nachmittag in der Hochschule NTB über die vier Elemente. (Bild: Alexandra Gächter)

Der in Buchs aufgewachsene Dr. Dr. h.c. Mario Slongo sprach am Dienstag Nachmittag in der Hochschule NTB über die vier Elemente. (Bild: Alexandra Gächter)

Alexandra Gächter

Lädt das Seniorenforum Werdenberg zu seinen Vorträgen ein, folgen jeweils zahlreiche Personen dieser Einladung. Ist der Referent ein Lokalmatador, wie vergangenen Dienstag Dr. Dr. h.c. Mario Slongo, dann füllt sich der Hörsaal in der Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs, NTB, noch schneller. «Der Teilnehmerrekord liegt bei 189 Personen und wurde aufgestellt als Mario Slongo im Jahr 2012 ein Referat hielt», sagte Risch Cantieni in seiner Begrüssungsrede. Ganz so viele kamen am Dienstag nicht, dennoch wollten sich 139 Personen Slongos Ausführungen zum Thema «Die vier Elemente des Lebens: Erde-Wasser-Feuer-Luft» nicht entgehen lassen.

Ohne CO2 wäre die Erde 33 Grad kälter

Von Haus aus ist Mario Slongo eigentlich Chemiker, aber seine grosse Liebe gilt der Meteorologie. So schlüpfte er fast ein Vierteljahrhundert lang jeweils am Wochenende in die Rolle des Wetterfrosches und analysierte auf DRS1 die aktuelle Wetterlage.

«Es freut mich, dass ich heute nach Buchs kommen durfte. Ich fühle mich wohl hier und kenne Buchs noch aus meiner Jugendzeit, da ich hier aufgewachsen bin», sagte Slongo. Buchs habe sich verändert, aber noch viel mehr habe sich die Welt verändert. Ab dem Jahr 1820 ist die Weltbevölkerung exponentiell angestiegen. Damit die 7,2 Milliarden Menschen auf der Welt

in Wohlstand leben können, braucht es Energie. Die Erde benötigte Milliarden von Jahren, um fossile Brennstoffe zu bilden, welche der Mensch innerhalb der vergangenen 200 Jahre verbrannt hat. «Gäbe es auf der Welt kein CO2, dann wäre es 33 Grad kälter.» Ein Zuviel des CO2 bewirke das Gegenteil. Die vom Menschen verbrannte Energie führe zur Klimaerwärmung. «Turnusgemäss müssten wir jetzt eigentlich eine Periode der Abkühlung erleben. Stattdessen erhöht sich die Temperatur», so Slongo.

«Der Mensch benötigt Erde, Wasser, Feuer und Luft, um zu überleben. Die vier Elemente hingegen benötigen den Menschen nicht.» Der Mensch soll die Erde nicht ausnutzen und ausbeuten, sondern sich ihr unterwerfen. «Das würde sogar so in der Bibel stehen, hätte nicht eine falsche Übersetzung von ‹Macht euch der Erde untertan› zum Fallfehler ‹Macht euch die Erde untertan› geführt.» Slongo appellierte deshalb, mehr Verantwortung über die Erde zu übernehmen.

Die vier Elemente stehen in enger Wechselwirkung zueinander. Alles sei miteinander verbunden. Die Erde benötigt Wasser, das Wasser Erde, das Feuer Luft und die Luft Feuer. Über jedes der vier Elemente wusste Mario Slongo Interessantes zu berichten. Auf der Erde entstanden die verschiedenen Jahreszeiten und Klimazonen. Diese wiederum brachten verschiedene Menschenrassen hervor, welche sich an die entsprechende Klimazone angepasst haben. Die Energie, welche in der Erde steckt, verbrennt der Mensch. Das führt zu mehr Regen. Denn der Kreislauf des Kohlenstoffes ist mit demjenigen des Wassers verbunden. Steigt durch vermehrten CO2-Ausstoss die Temperatur auf der Erde, verdunstet mehr Wasser, was wiederum zu stärkeren Niederschlägen führt. Dies beeinflusst das vierte Element, die Luft.

Trotz 260 Tonnen fällt eine Wolke nicht vom Himmel

Zum Staunen brachte Slongo die Mitglieder des Seniorenforums mit seinen Ausführungen über das Wassermolekül und die Wolken. «Wäre ein Wassermolekül so gross wie ein Sandkorn, so würde ein ausgeleertes Schnapsglas eine zwei Meter hohe Sandschicht über ganz Europa legen.»

Eine Wolke von einem Kilometer Länge und Breite, welche ungefähr 500 Meter hoch ist, wiege etwa 260 Tonnen. Etwas so Schweres müsste eigentlich vom Himmel fallen. Der Grund, wieso das nicht geschieht, sei die Wolke selbst. «Sie ist kein Gegenstand, sondern ein Zustand und fällt darum nicht vom Himmel. Wasser verdampft und kondensiert. Die Auf- und Abwinde, die dadurch entstehen, halten die Wolken in der Schwebe», sagte Slongo.

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