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BUCHS: 3,141 Millionen Franken in die Reserven

Die Ortsgemeinde kann auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr zurückblicken. Für 2018 wird mit einem kleinen Aufwandüberschuss aus der betrieblichen Tätigkeit gerechnet.

Die Ortsgemeinde Buchs hat sich als Pilotgemeinde zur Verfügung gestellt und bereits die Rechnung 2017 nach den Vorgaben des Rechnungsmodells der St. Galler Gemeinden (RMSG) erstellt. Ab dem Rechnungsjahr 2019 werden alle Gemeinden des Kantons ihre Rechnungen nach diesen Vorgaben erstellen müssen.

2017 hat die Ortsgemeinde ein operatives Ergebnis von 3,141 Millionen Franken erzielt. Im Budget 2017 war ein Verlust von 191800 Franken vorgesehen. Warum diese grosse Abweichung? Das hängt mit der neuen Rechnungslegung zusammen. Ohne die gemäss RMSG vorgeschriebenen Aufwertungen der Sachanlagen im Finanzvermögen hätte «nur» ein Gewinn von 46932 Franken anstelle des budgetierten Verlustes von 191800 Franken resultiert. Im operativen Ergebnis sind folgende einmalige, erfolgswirksame Aufwertungen enthalten: Aktien und Anteilscheine (284702 Franken), Grundstücke im Finanzvermögen (2,425 Millionen Franken), Gebäude im Finanzvermögen (384000 Franken); also total 3,094 Millionen Franken.

Der somit ausgewiesene Gewinn von 3,141 Millionen Franken soll vollumfänglich in die Ausgleichsreserve eingelegt werden. Der Voranschlag 2018 der Ortsgemeinde Buchs rechnet mit einem operativen Ergebnis von 194100 Franken. Die Bürgerversammlung am 19. März kann nicht nur über die Jahresrechnung 2017 und das Budget 2018 abstimmen, auch der Bilanzanpassungsbericht per 1. Januar 2017 wird der Bürgerschaft zur Genehmigung unterbreitet.

Die Jahresrechnung der Ortsgemeinde ist nicht zuletzt wegen der Umstellung auf das RMSG riesig ausgefallen. Was vielleicht Finanzfachleute begeistert, wird die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger wohl eher verwirren. Die Verantwortlichen versuchen aber Transparenz ins Zahlenmeer zu bringen. Wer sich die Zeit nimmt, den 16 Seiten starken Bilanzanpassungsbericht zu studieren, dem wird das neue RMSG etwas verständlicher.

All jene, die sich für die Ortsgemeinde jenseits der Finanzen interessieren, werden mit dem ausführlichen und reich bebilderten Amtsbericht in der Jahresbroschüre bestens bedient. Er bietet einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten der Ortsgemeinde.

Zwei raumplanerisch wichtige Projekte

Vor allem wird dabei auch ersichtlich, wie der Verwaltungsrat das Leitmotiv «nicht nur verwalten, sondern proaktiv gestalten» umsetzt. Zwei Themen sind dabei besonders erwähnenswert: die Liegenschaft Churerstrasse 41 (altes Försterhaus) und die Arealentwicklung Flös.

Der Verwaltungsrat möchte das Potenzial der Liegenschaft Churerstrasse 41 durch eine Überbauung mit einem Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen ausschöpfen. Da es sich bei der Liegenschaft um eine Anlage im Finanzvermögen handelt, kann der Verwaltungsrat abschiessend entscheiden. Er ist überzeugt, dass ein Neubau eines Mehrfamilienhauses für geschätzte Anlagenkosten von 5 Millionen Franken eine gute Kapitalanlage ist. Anfang 2019 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Bei der Arealentwicklung Flös geht es um 5505 Quadratmeter, die zurzeit durch nur drei Mehrfamilienhäuser mit 22 Wohnungen und einen Kindergartenpavillon genutzt werden. Die zum Teil 50-jährigen Häuser haben vermehrt Sanierungsbedarf. Dafür viel Geld zu investieren, mache aus finanzieller wie aus raumplanerischer Sicht keinen Sinn, schreibt der Verwaltungsrat. Vielmehr überlege man sich nun, dieses Areal gesamthaft zu entwickeln. Im Jahr 2019 könnte ein Projektwettbewerb für das ganze Areal ausgeschrieben werden. Eine allfällige Realisierung in Etappen würde erst nach der Fertigstellung des Mehrfamilienhauses an der Churerstrasse 41 erfolgen.

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Hinweis

Bürgerversammlung Ortsgemeinde Buchs, Montag, 19. März, 20 Uhr im BZB

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