BUCHS: 1100 Bezüger von Fernwärme

Die Delegierten des Vereins für Abfallentsorgung hielten Rückschau, bestätigten den Vorstand für eine weitere Amtsdauer und liessen sich über künftige Herausforderungen und Investitionspläne informieren.

Heini Schwendener
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Urs Brunner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, erläutert die Anlagen des VfA. (Bild: Heini Schwendener)

Urs Brunner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, erläutert die Anlagen des VfA. (Bild: Heini Schwendener)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Einstimmig genehmigten am Mittwochabend 37 Delegierte des Vereins für Abfallentsorgung Buchs (VfA) die Jahresrechnung 2016 und das Budget 2017. In einem weiteren Jahr mit schwierigen Rahmenbedingungen – die Energiepreise waren noch einmal tiefer als im Vorjahr – hatte der VfA einen Cashflow von 7,8 Millionen Franken erzielt.

VfA-Präsident Guido Germann sagte an der DV in Buchs: «Der VfA hat nicht nur ein gutes Jahresergebnis erzielt. Auch die Bilanz darf als kerngesund bezeichnet werden. Das ist das Ergebnis einer erfolgreichen Tätigkeit über viele Jahre. Und dies ist primär das Verdienst jener, die täglich eine gute Arbeit in unserem Betrieb leisten.»

Grosse Investitionen in Grabs und in Schaan

2016 hat der VfA für den Ausbau des Fernwärmenetzes in der Gemeinde Grabs sowie den Ferndampfanschluss der Milchhof AG in Schaan rund 4,7 Millionen Franken investiert. Die erste Dampflieferung an die Milchhof AG erfolgte im Juni 2016. Nach dem Netzausbau der Fernwärme in mehreren Gebieten von Grabs stieg die Zahl der Kunden auf 228 (+29,5 Prozent gegenüber 2015). Somit gab es Ende 2016 in den Gemeinden Buchs und Grabs 1100 Fernwärmebezüger (+7,11 Prozent). Der Gesamtanschlusswert betrug 65002 kW (+1,85 Prozent). Die Fernwärme-Ringleitung Grabs-Buchs wird heuer fertiggestellt. Guido Germann und Urs Brunner, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, konnten den Delegierten bekannt geben, dass der ursprünglich gesprochene Kredit von 17,8 Millionen Franken am Schluss wohl nicht ganz aufgebraucht werde.

VfA-Präsident Guido Germann warf an der Delegiertenversammlung auch einen Blick in die Zukunft. Das Projekt für eine separate Erschliessung des Kompostierwerks Ceres zur Entflechtung des Verkehrs auf dem Rheindamm läuft. Das Rheinunter­- nehmen zeigt Verständnis für das Anliegen des VfA. Es könnte die neue Erschliessung auch als Interventionspiste bei Hochwasserereignissen nutzen. Der VfA steht zudem noch vor weiteren Herausforderungen: beengte Platzverhältnisse und fehlende Parkplätze; Erneuerung des Kommandoraums; Zusammenführung der Werkstätten; Rekultivierung der Schlackendeponie Buchserberg bis 2031.

Der Vorstand mit Guido Germann (Präsident), Jürgen Beck (Vizepräsident), Alexander Arnold, Reto Friedauer, Günther Mahl, Heinz Rothenberger, Jörg Tanner und Beat Tinner wurde einstimmig für eine weitere Amtsdauer (2017–2021) wiedergewählt.5