Brauereien sorgen sich um ihr Schweizer Bier

Nach einem Rückgang im Vorjahr ist im abgelaufenen Braujahr in der Schweiz 1,4 Prozent mehr Bier abgesetzt worden. Wieder gestiegen ist auch die inländische Bierproduktion, während sich das Wachstum der Importbiere gut halbiert hat.

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Nach einem Rückgang im Vorjahr ist im abgelaufenen Braujahr in der Schweiz 1,4 Prozent mehr Bier abgesetzt worden. Wieder gestiegen ist auch die inländische Bierproduktion, während sich das Wachstum der Importbiere gut halbiert hat. Auch Ostschweizer Brauer äussern sich über ihr Geschäft recht zufrieden. Das zeigte sich an der Jahresmedienkonferenz der Brauerei Schützengarten, und das ergab eine Umfrage bei Locher in Appenzell, Sonnenbräu in Rebstein und beim Brauhaus Sternen in Frauenfeld.

Doch viele Brauereien fürchten wegen der geplanten Swissness-Regeln um die Herkunftsbezeichnungen. In der Vorlage, die in der Vernehmlassung ist, kann Wasser nicht grundsätzlich als Schweizer Rohstoff für Lebensmittel angerechnet werden. Bier besteht aber hauptsächlich aus Wasser, und bei Hopfen und Malz hat die Schweiz praktisch keine Selbstversorgung. Die Swissness-Vorlage würde es teils verunmöglichen, in der Schweiz gebrautes Bier als Schweizer Bier zu vermarkten. Ohne dieses Label könnten Brauer auch Regionen oder Orte als Herkunftsangaben nicht mehr verwenden. «Wir hätten zum Beispiel kein Appenzeller Bier mehr», sagt Markus Zemp, Präsident des Brauerei-Verbandes. (wo) • WIRTSCHAFT 21