Brand und Blancho nerven

FLUMS. Der Auftritt von Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrates der Schweiz (IZRS), verärgert den vom Brandanschlag vom Sonntagmorgen (W&O vom Montag) betroffenen Islamisch-Albanischen Kulturverein Flums. Der Verein stellt klar, dass er im Dorf sehr gut integriert sei.

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FLUMS. Der Auftritt von Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrates der Schweiz (IZRS), verärgert den vom Brandanschlag vom Sonntagmorgen (W&O vom Montag) betroffenen Islamisch-Albanischen Kulturverein Flums. Der Verein stellt klar, dass er im Dorf sehr gut integriert sei.

«Islamophobie in der Schweiz»

Nicolas Blancho verurteilte gegenüber der Lokalzeitung «Sarganserländer» den Anschlag scharf. Er sei eine direkte Folge der durch Medien und Kommentare auf den sozialen Netzwerken angeheizte Stimmung gegen Moslems. Blancho rief die Moslems in der Schweiz gestern explizit dazu auf, Ruhe zu bewahren. Gleichzeitig sah er den Bund in der Pflicht, nun der «herrschenden Islamophobie in der Schweiz» Einhalt zu gebieten.

Kulturverein geht auf Distanz

Der Präsident des Islamisch-Albanischen Kulturvereins Flums, Arben Sulejmani, stellte auf Anfrage klar, Blancho habe nicht für diesen Verein gesprochen habe. Auch Imam Irfan Musliji distanzierte sich von der Sichtweise Blanchos. Gegenüber «blick.ch» sagte Musliji, dass «Blancho hier einfach ungefragt auftaucht und von Islamfeindlichkeit spricht, ist unangebracht. Er gefährdet den religiösen Frieden». Besorgt über die Tat zeigte sich Hisham Maizar, Präsident Dachverband islamischer Gemeinden Ostschweiz.

Die Polizei hatte gestern laut Sprecher Hanspeter Krüsi keine neuen Erkenntnisse zu Brandanschlag und Tätern. Spezialisten würden Brandschuttproben untersuchen. (rv/sda) • THEMA 19