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«Boy» was here

Bereits das zweite Mal konnte der «Krempel» das begnadete Musikerinnen-Duo Boy, diesmal für ein Konzert ihres neuesten Albums «We were here», engagieren.
Mengia Albertin
Boy begeisterten das Publikum im «Krempel» mit ihrem neuen Album «We were here». (Bild: Mengia Albertin)

Boy begeisterten das Publikum im «Krempel» mit ihrem neuen Album «We were here». (Bild: Mengia Albertin)

Das Publikum wurde von der sechsköpfigen Band Josh aus Zürich mit träumerischem Indie-Folk auf den Abend eingestimmt. Dann starteten Boy mit dem gleichnamigen Song zum Album «We were here» in ihr Konzert. Der volle «Krempel» wurde schnell von ihren gefühlvollen und mitreissenden Klängen in den Bann gezogen. Jung und Alt tanzten und sangen bis zum Schluss mit und waren sichtlich dankbar, eine musikalisch so hochstehende Band in Buchs begrüssen zu dürfen.

Als «deutsches Pop-Wunder» betitelt

Das klangvolle Ereignis ist, nebst dem engagierten «Krempel»-Team, der Zürcherin Valeska Steiner, der Hamburgerin Sonja Glass und ihrer Band zu verdanken. Die beiden Vollblut-Musikerinnen lernten sich 2008 bei einem Popkurs in Hamburg kennen. Während Konzerttouren in Clubs und Bars in Deutschland stieg die Popularität der beiden Frauen rasch an. Sie wurden von Herbert Grönemeyers Plattenfirma Grönland unter Vertrag genommen. Der Erfolg der ersten Platte des Duos, «Mutual Friends», fiel überwältigend aus und sie wurden gar als «deutsches Pop-Wunder» betitelt. Der Song «Little Numbers» wurde über 14 Millionen Mal auf Youtube angeklickt und 2011 zum Wohlfühl-Hit des Jahres erkoren. Es folgten Konzerte auf der ganzen Welt. Die poppigen Songs begeisterten sowohl Musikliebhaber in Japan, Nordamerika, Kanada als auch in ganz Europa und sorgten für ausverkaufte Häuser und Zusatzkonzerte. Auch über Auszeichnungen konnten sich die Musikerinnen bereits freuen. «Boy» erhielten 2012 unter anderem eine goldene Schallplatte. Das neueste Album mit dem Titel «We were here» erschien 2015 und erreichte in der Schweiz den dritten Platz der Charts.

Tiefgründige Texte und liebliche Töne

Die eingängigen Popsongs von «Boy» kamen an diesem Abend mal rhythmisch und schwebend-leicht, selten auch schwermütig und düster daher. Mit ihrer sympathischen und natürlichen Art blieben die Musikerinnen und Musiker mit dem Publikum in Kontakt und brachten die begeisterten Zuschauer zum Mitsingen. Die Texte des Duos haben trotz der hellen Klänge auch ernste Seiten. Im Lied «Fear» beschreiben sie beispielsweise das Angstgefühl, welches viele Leute in die Enge führen würde. Die tiefgründigen Texte blieben leider leicht vergessen bei den oft lüpfigen und eingängigen Melodien. In Erinnerung bleibt also vielmehr ein melancholisches Gefühl warmer Sommernächte und sorgenfreier Gespräche in frühen Morgenstunden. Ein Konzertbesuch lohnt sich also trotzdem jederzeit.

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