Bombenleger soll verwahrt werden

LAUSANNE/ALTSTÄTTEN. Ein heute 37-Jähriger, der im Jahr 2000 in Altstätten mit einem Kollegen eine Bombe zünden wollte, soll verwahrt werden. Dies beantragt das Amt für Justizvollzug, weil die stationäre Massnahme nichts bringt.

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LAUSANNE/ALTSTÄTTEN. Ein heute 37-Jähriger, der im Jahr 2000 in Altstätten mit einem Kollegen eine Bombe zünden wollte, soll verwahrt werden. Dies beantragt das Amt für Justizvollzug, weil die stationäre Massnahme nichts bringt. Auf die Beschwerde des Mannes gegen die Anordnung einer Sicherheitshaft ist das Bundesgericht nicht eingetreten.

Die beiden Schweizer hatten im September 2000 als Racheakt auf ein unliebsames Urteil einen Bombenanschlag auf den Präsidenten des Kreisgerichts Oberrheintal geplant. Die Bombe legten sie aber fälschlicherweise bei einem Namensvetter des Gerichtspräsidenten. Sie wurde entdeckt, bevor sie explodierte.

Das Kreisgericht Rorschach verurteilte den damals 22-Jährigen zu einer Zuchthausstrafe von sechseinhalb Jahren. Die Strafe wurde zugunsten einer stationären therapeutischen Massnahme aufgeschoben. Diese wurde mehrmals verlängert, zuletzt bis im November 2015. Im September 2014 floh der Mann aus einem Wohn- und Arbeitsexternat, wo die Massnahme vollzogen wurde. Zwei Monate später wurde er festgenommen. Seither befindet er sich in Untersuchungshaft.

Im März verfügte das Amt für Justizvollzug die vorzeitige Aufgabe der Massnahme, weil keine Aussicht besteht, dass sie zum Ziel führt. Es beantragte deshalb vom Kreisgericht die Verwahrung des Mannes. Über die Verwahrung selbst muss das Kreisgericht noch entscheiden (sda)