«Blasmusik und Heavy Metal»

Wir von hier

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Seine Tuba, Musik aller Art und sein kleiner Enkel bringen ­Andreas Classen aus Weite ins Schwärmen. Andrea Müntener hat den 48-jährigen Wärme­behandlungstechniker besucht.

Grüazi Herr Classen, wie geht es Ihnen?

Gut, ich bin zwar etwas traurig, da ich meinen zehn Monate alten Enkel sehr vermisse. Meine Tochter aus Deutschland war mit ihm bis vor ein paar Tagen hier in den Ferien. Mein Heimkommen nach der Arbeit war so erfrischend, wenn der Kleine mich begrüsst hat. Er brachte Leben in unser Haus!

Wie lange wohnen Sie schon im Werdenberg?

Vor zwölf Jahren sind wir aus dem deutschen Sauerland nach Trübbach gezogen. Wir dachten damals, dass ein oder zwei Jahre im Ausland bestimmt eine gute Erfahrung wären. Aus einem oder zwei Jahren sind mittlerweile zwölf geworden. Vor zwei Jahren haben wir in Weite einen Bungalow gebaut. Von einer Rückkehr nach Deutschland spricht hier niemand mehr. Zudem fühle ich mich in der Gemeinde Wartau sehr integriert. Dazu beigetragen hat sicherlich auch meine Vereinstätigkeit bei der Musikgesellschaft Azmoos und der Guggenmusik Moosfürz.

Womit beschäftigen Sie sich derzeit?

Momentan werden die Lieder ausgesucht, welche am Jahreskonzert gespielt werden. Das ist eine sehr wichtige Aufgabe. Viele Leute sind heute noch der Meinung, dass Blasmusik ausschliesslich traditionelle Märsche und «lüpfige» Polken beinhaltet, was aber nicht stimmt! Es sind Noten von diversen Musikrichtungen, von Balladen über Schlager bis hin zu moderner Rockmusik vorhanden, damit ein möglichst breites Publikum Gefallen daran findet.

Besuchen Sie selbst oft ­Konzerte?

Ja! Gemeinsame Konzertbesuche ist die grosse Leidenschaft von meiner Frau und mir.

Welche Art von Musik sagt Ihnen als Blasmusikant am meisten zu?

Am allerliebsten mag ich Heavy Metal! Wir waren kürzlich auf einer Heavy-Metal-Kreuzfahrt im Mittelmeer. Das war extrem cool! Ebenso sind wir aber auch an Musicals wie auf der Walenseebühne zu finden oder im Flower-Power-Look an der Schlagerparade in Chur. Wir sind offen für vieles. Auch zwei verschiedene Musikstile zu mischen, spricht mir sehr zu. Eine dieser speziellen Mischungen war, als wir mit der Musikgesellschaft Azmoos ein Lied von Metallica interpretiert haben!