«Bis jetzt ist das Rebjahr 2015 ein Jahr der Freude»

REGION. Auf eine weitgehend optimal verlaufene Blütezeit folgte eine lange Phase mit Trockenheit, viel Sonnenschein und Hitze. Bedingungen, die für die Weinreben ausgezeichnet waren. Entsprechend positiv fällt das Zwischenfazit der Winzer aus.

Thomas Schwizer
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Bisher war der Verlauf des Rebjahres 2015 fast optimal – von der Blütezeit bis zur langen und heissen Trockenperiode im Juni und Juli. (Bild: Reto Martin)

Bisher war der Verlauf des Rebjahres 2015 fast optimal – von der Blütezeit bis zur langen und heissen Trockenperiode im Juni und Juli. (Bild: Reto Martin)

REGION. Auf eine weitgehend optimal verlaufene Blütezeit folgte eine lange Phase mit Trockenheit, viel Sonnenschein und Hitze. Bedingungen, die für die Weinreben ausgezeichnet waren. Entsprechend positiv fällt das Zwischenfazit der Winzer aus.

«Die Trauben sehen wirklich sehr schön aus», schwärmt der Gamser Markus Hardegger, Rebbaukommissär im Kanton St. Gallen. «Geht es in diesem Stil weiter, haben wir im Herbst ein sehr gutes Ergebnis», sagt Kaspar Wetli, Önologe des Bernecker Winzerunternehmens Schmid Wetli AG.

Weniger Krankheiten

Auch Wetlis Berufskollege Stefan Hörner vom Weingut Gonzenbergwerk in Sargans mit Rebgütern in Sax stellt fest, dass die vergangenen Wochen grundsätzlich ausgezeichnet waren für die Reben, die gerne trockenes und warmes Wetter haben. Mit Ausnahme des Echten Mehltaus, der in der Trockenheit sehr gut gedeihe, seien bisher auch weniger Krankheiten zu verzeichnen als in feuchteren Jahren. «Bis jetzt ist es für uns ein Jahr der Freude», zeigt sich Hörner mit dem bisherigen Verlauf des Rebjahres sehr zufrieden.

Einzig wo Reben auf trockenem, durchlässigem, eher sandigem oder «skelettreichem» Boden stehen, verursache die lange Trockenheit etwas Probleme.

Jungreben brauchen Wasser

Jungreben mussten während der langen, aussergewöhnlichen Trockenphase der letzten Wochen bewässert werden, da ihr Wurzelwerk noch nicht so weit verzweigt ist. Wenn man dies unterlasse, bestehe die Gefahr, dass sie dünne und fasrige Triebe bilden würden. ? DIE DRITTE