Bis 1000 Franken Busse für das Aussetzen von Hunden

BUCHS. Mitte Dezember wurden in Buchs zwei Pekinesen gefunden, die danach von Tierschützerin Edith Zellweger aufgenommen worden sind (der W&O berichtete am 23.12.14).

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BUCHS. Mitte Dezember wurden in Buchs zwei Pekinesen gefunden, die danach von Tierschützerin Edith Zellweger aufgenommen worden sind (der W&O berichtete am 23.12.14). Wie «20 Minuten online» gleichentags schrieb, hat das kantonale Veterinäramt einen Verdacht, wer die Hunde ausgesetzt haben könnte. «Es wurden früher schon einmal Pekinesen gefunden, deshalb haben wir den damaligen Besitzer ins Visier genommen. Noch gilt die Unschuldsvermutung», sagt der Kantonstierarzt Dr. Albert Fritsche gestern gegenüber dem W&O. Die Herkunft der Hunde sei also wahrscheinlich eruiert.

Kleintiere öfters ausgesetzt

Damit hatte das kantonale Veterinäramt Glück. Wenn Tiere nicht gekennzeichnet sind, werde es schwierig, den ehemaligen Besitzer zu finden. Aufrufe in der Presse mit Veröffentlichung der Bilder von gefundenen Tieren würden helfen, den ehemaligen Tierhalter zu finden, so Fritsche. Bei Hunden gäbe es deutlich weniger ausgesetzte Tiere, weil diese einen Mikrochip tragen müssen. «Meist sind es Kleintiere wie Ratten, Meerschweinchen oder Schildkröten, die gefunden werden. Vor den Sommerferien häufen sich die Fälle. Landschildkröten entweichen dann, wenn es heiss ist und die Tiere vitaler sind», so Fritsche. Wasserschildkröten würden wohl meist von Frühling bis Herbst ausgesetzt, weil sie dann zu gross für das eigene Terrarium werden.

Vermisste Tiere melden

Auf den vermeintlichen Pekinesen-Aussetzer könnte eine happige Busse warten. «Je nach Vermögen und Einkommen des Tierhalters wird sich diese zwischen mehreren hundert Franken bis tausend Franken bewegen.» Laut Tierschutz ist jeder Tierhalter für das Wohl seines Tieres verantwortlich. Dies beinhalte auch die Suche nach dem entlaufenen Tier. Führe die eigene Suche nicht innert angemessener Frist zum Erfolg, sollte eine Vermisstanzeige bei einer kantonalen Meldestelle aufgegeben werden, sagt Fritsche. Die nächstgelegene sei bei der Kantonspolizei Mels. Auch lokale Tierschutzvereine sollten kontaktiert werden. Ausserdem gibt es im Internet mehrere Plattformen, auf denen entlaufene und gefundene Tiere eingetragen werden können.

Winter könnte schwer werden

Gemäss Fritsche können Hunde wie auch Katzen aus sehr grossen Distanzen auch Monate später ihr Zuhause wieder finden. «Wenn Katzen robust und gesund sind, können sie problemlos im Freien überleben. Auch Hunde können im Freien lange Zeit überleben, solange sie Nahrung finden und nicht krank werden. Je nach Winter kann es aber schwierig werden», sagt Fritsche. (ag)