Biber im Werdenbergersee

Dieses Jahr gab es erstmals mehrere Sichtungen eines Bibers im Werdenbergersee – trotz vieler Spaziergänger und «Stadtnähe» durchaus ein geeigneter Lebensraum für ihn.

Katharina Rutz
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Ein Biber hat am Werdenbergersee seine deutlichen Spuren hinterlassen. Ob er bleibt, ist laut Wildhüter Silvan Eugster noch ungewiss. (Bild: Corinne Hanselmann)

Ein Biber hat am Werdenbergersee seine deutlichen Spuren hinterlassen. Ob er bleibt, ist laut Wildhüter Silvan Eugster noch ungewiss. (Bild: Corinne Hanselmann)

WERDENBERG. Im Werdenbergersee wohnt ein Biber – zum ersten Mal seit der Wiederbesiedelung des Kantons St. Gallen im Jahr 2000. Im Verlaufe des Jahres sind drei Sichtungen von einem Biber beim Werdenbergersee bei Wildhüter Silvan Eugster eingegangen, die letzte vor rund zwei Wochen. Nun zeugen auch deutliche Frassspuren von seiner Präsenz. Bereits gibt es gefällte Bäume am Ufer des Werdenbergersees.

Geeigneter Lebensraum

«Bei diesem Biber könnte es sich um einen Jungbiber auf Wanderschaft handeln», sagt Silvan Eugster gegenüber dem Werdenberger & Obertoggenburger. Ob er längerfristig am Werdenbergersee siedelt, ist noch offen. Laut Silvan Eugster wäre das stehende Gewässer mit Bäumen durchaus ein geeigneter Lebensraum für den Biber, der nicht auf ein Fliessgewässer angewiesen ist. «Bibern gefällt es sogar sehr gut an stehenden Gewässern. An Fliessgewässern stauen sie deshalb häufig, um eine genügende Wassertiefe für ihre Bauten zu erreichen», erklärt der Werdenberger Wildhüter.

Passanten kein Problem

Das nachtaktive Tier wird voraussichtlich auch mit den Spaziergängern rund um den See zurecht kommen. «Fühlt sich der Biber gestört, wird er seine Aktivitäten von der Dämmerung tiefer in die Nacht hinein verlegen», so Eugster. ? DIE DRITTE