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Betrugsfall sorgt für Aufsehen

Vaduz Der ehemalige Präsident des Staatsgerichtshofes soll bis zu 50 Millionen Franken veruntreut haben. Das sorgte für grosses ­Medienecho, unter anderem im «Tagesanzeiger» und der «Bild». Die «FAZ» titelte mit «peinlicher Betrugsfall». Dieser zeige laut «FAZ», dass es in den Stiftungskonstruktionen eine gewisse Unsicherheit für die Stifter gebe, weil diese keinen Zugriff auf das von ihnen eingebrachte Vermögen bekämen, wie ein deutscher Anwalt gegenüber der Zeitung erklärt.

Auch dass Anwälte und Treuhänder nebenberuflich als oberste Richter im Fürstentum arbeiten dürften, sei sehr problematisch und provoziere Interessenkonflikte. «Gleichzeitig Anwalt und Richter zu sein, das gibt es wohl sonst nur noch in Venezuela», wird der Anwalt weiter zitiert. Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es beim Bundesgericht zwar nebenamtliche Richter, es sind aber nur wenige nebenberufliche Tätigkeiten erlaubt und diese müssen bewilligt werden.

Unklar ist, wann genau der Treuhänder damit begann, die ihm anvertrauten Gelder zu veruntreuen. «Natürlich sind solche Fälle mehr als bedauerlich, da diese sich negativ auf die Reputation des Finanzplatzes auswirken können. Jeder solche Fall ist einer zu viel und inakzeptabel», erklärt Simon Tribelhorn, der Geschäftsführer des Bankenverbandes. «Leider lassen sich jedoch Missbrauchsfälle oder kriminelle Energie auch mit der besten Regulierung und der besten Compliance nicht hundertprozentig ausschliessen», erklärt Tribelhorn weiter. Die Verurteilung durch das Kriminalgericht in erster Instanz zu sechs Jahren Haft zeige jedoch, dass solche Handlungen in Liechtenstein nicht geduldet und konsequent geahndet werden.

Ivo Elkuch, der Geschäftsführer der Liechtensteinischen Treuhandkammer, erklärt: «Unser System hat Vor- und Nachteile. Ich bin aber der Überzeugung, dass aufgrund der beschränkten Ressourcen unsere Lösung für Liechtenstein optimal ist und so die besten Leute für die entsprechenden Ämter gefunden werden können.» Ein Praxisbezug sei von grossem Vorteil für die Qualität der Rechtsprechung.

Dorothea Alber

redaktion@wundo.ch

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