Betrüger geben sich als CEO aus

In Eschen überwies eine Buchhalterin mehrere zehntausend Franken auf das Konto von Betrügern. Die Betrüger gaben an, Geschäftsleitungsmitglied der betroffenen Firma zu sein. Die Landespolizei Liechtenstein warnt vor dem sogenannten CEO-Betrug.

Drucken
Teilen

VADUZ. Die Landespolizei warnt vor aktuell laufenden Betrugshandlungen, genannt CEO-Betrug. Dabei geben sich die Täter als Mitglieder der Geschäftsleitung von Firmen aus und verleiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Geldüberweisungen.

Vorgehensweise der Täter

Der Täter kontaktiert Finanzverantwortliche eines Unternehmens und gibt sich als Mitglied der Geschäftsleitung aus. Dies geschieht unter Verwendung echter Namen von tatsächlich existierenden Personen. Dabei nimmt der Täter deren Identität an, um einen Überweisungsauftrag glaubhaft erscheinen zu lassen. Dies schreibt die Liechtensteinische Landespolizei in ihrer Mitteilung.

Es werden plausible geschäftliche Begründungen für die Finanztransaktionen angeführt und die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Angelegenheit betont. Der Kontakt erfolgt per Telefon oder E-Mail. Die Überweisung erfolgt dann stets auf ausländische Bankkonten. Nach der Überweisung wird das Geld vom Täter unverzüglich abgehoben oder weitertransferiert.

In einem konkreten Fall überwies die Buchhalterin einer geschädigten Firma aus Eschen mehrere zehntausend Franken auf Konten in Österreich, Spanien und Deutschland. Per E-Mail wurde im Namen eines sich in den Ferien befindlichen Geschäftsleitungsmitglieds die Überweisung in Auftrag gegeben, so die Landespolizei.

So schützen Sie sich

Man muss sich bewusst sein, dass durch das Internet Täter Informationen bis hin zu Unterschriftsproben erlangen können. Mitunter wissen Täter auch, wann Personen abwesend und nicht erreichbar sind. Die Täter simulieren stets Zeitdruck. Telefonische oder E-Mail-Zahlungsaufträge soll man stets durch Rückruf auf eine offizielle Nummer des Auftraggebers überprüfen. Wenn ein Verdacht auf Betrug besteht, wenden Sie sich bitte sofort an Ihre Bank, um die Zahlung stoppen, rät die Landespolizei. (wo)