Beste Stimmung auf dem Trübliweg

Vier Weinbaubetriebe luden zum 12. Mal zum Weinfest am Trübliweg zwischen Sax und Frümsen ein. Bei optimalem Wetter zogen Besucher aus nah und fern scharenweise von Rebberg zu Rebberg.

Heidy Beyeler
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Ein friedfertiges Weinfest auf dem Trübliweg Frümsen–Sax, an dem sich Menschen bei guten Gesprächen näherkamen oder näher kennenlernten. (Bild: Heidy Beyeler)

Ein friedfertiges Weinfest auf dem Trübliweg Frümsen–Sax, an dem sich Menschen bei guten Gesprächen näherkamen oder näher kennenlernten. (Bild: Heidy Beyeler)

FRÜMSEN/SAX. Alle schwärmen vom heurigen Weinfest. Ob Winzer, Helfer, Musiker oder Besucher. Alle sprechen von einem friedlichen, schönen, ruhigen, angenehmen und unvergesslichen Anlass. «Es werden immer mehr Leute aller Generationen, die sich Zeit nehmen, eine schöne Wanderung auf dem Trübliweg zu machen», sagen die Veranstalter bzw. die Winzer. Das ideale Wetter war vorzüglich für einen Ausflug in die Weinberge – der Trübliweg ein weiterer Pluspunkt.

Friedlich kann die Welt sein

Besucher können auf der Wanderung in regelmässigen Abständen einen Halt einschalten – angefangen beim Staatswingert in Frümsen zum Rebberg, der neu von Stefan Hörner, Sargans, bewirtschaftet wird, hin zum Wingert von Hans Bernegger, bis sie schliesslich beim Demeter-Weinbauern Otto Rohner in Sax ankommen. Logisch, die Weinwanderung darf man auch bei Otto Rohner beginnen, um am Schluss beim Staatswingert in Frümsen zu landen.

Unisono sind sich die vier Weinbaubetriebe einig, dass am Weinfest auffallend viele, sehr viele Gäste den Weg zum Weinfest gefunden haben. Ebenso sind sie sich einig, dass die Stimmung aussergewöhnlich war. Adjektive wie friedvoll, einträchtig, ruhig, massvoll oder stresslos wurden auf Nachfrage häufig genannt. Die gute Stimmung scheint an diesem Sonntag auf dem Trübliweg besondere Beachtung gefunden zu haben. Ob dies dem Blutmond zuzuschreiben ist oder dem guten Wetter, der einmaligen Lage des Trübliwegs, auf dem man einen weiten Blick in die Ebene des Rheintals geniessen kann – oder dem guten Wein, der kredenzt wurde –, wird wohl unbeantwortet bleiben. Sicher ist aber, dass bei Begegnungen und guten Gesprächen auch neue Bekanntschaften geknüpft wurden. Jung und Alt, Kind und Kegel (Hund), Hiesige und Auswärtige, Schweizer und Ausländer waren an dem erfreulichen Weinfest zugegen.

Viele Musikanten

Für Stimmung sorgten auch viele Musikanten. Bei Hans Bernegger spielte ein Trio aus Ruggell auf, bei Stefan Hörner waren die Toggenburger Musikanten Echo vom Bergli zugegen, bei Otto Rohner sorgte Helmuth Seidl aus Bludenz auf seiner Zither für beinahe schon vergessene Klänge. Im Staatswingert präsentierten die Werdenberger Jagdhornbläser ein jagdliches Ständchen, und die Musikgesellschaft Sennwald, die heuer ihr 125-Jahr-Jubiläum feiert, unterhielt die Gäste am Sonntagnachmittag mit einem variantenreichen Repertoire.

Winzer, einheimische und auswärtige Gäste sowie die vielen Helfer schwärmten von einem harmonischen Weinfest. Nach dem gestrigen Aufräumen steht nun die Weinlese der blauen Trauben ins Haus, bis im Rebberg die Winterruhe einkehren wird.