Besondere Spielart und Lebensweise

Dürr, der King aus St. Gallen Ausgabe vom 4. Juni 2014

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LESERBRIEF

Die träfe Würdigung von Richard Dürr hat mich sehr berührt. «Rischar», so nannten wir ihn auch in Verwandschaftskreisen, war kommunikativ sehr eloquent und von ausgesprochen offenherziger Art. Nicht nur seine Spielart, sondern auch seine Lebensweise waren die Antithese zum arrogant Agressiven.

Vielleicht war dafür eine einschneidende Jugenderfahrung von «Rischar» mitursächlich: Mit gut elf Jahren erkrankte er an Kinderlähmung und verbrachte ein langes Jahr im Spital.

Und noch etwas für den «King» Typisches: Er spielte eben nicht den King, sondern betonte immer wieder, dass er seine Leistungen vor allem dank seiner hervorragenden Mitspielern abrufen konnte. Wer erinnert sich als bestandener Fussball-Liebhaber nicht an Namen wie Ely Taccella oder André Grobety. Sie bildeten den starken Rückraum für den Offensiv-Artisten.

Die Loyalität von «Rischar» zum Verein und zu den ihm bekannten Menschen war sprichwörtlich. Wir vermissen den Patron im Fussball und vor allem in seinem legendären «Chez Richard» in Lausanne sehr.

Gallus Erne, Kerbelstrasse 20, 9470 Buchs

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