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Bernhard Russi als Überraschungsgast

Benis Olympia-Tagebuch
Beni Giger
Ohne Bernhard Russi (rechts, mit Beni Giger) gäbe es in Pyeongchang keine Skirennen, denn er hat die Pisten gebaut. (Bild: PD)

Ohne Bernhard Russi (rechts, mit Beni Giger) gäbe es in Pyeongchang keine Skirennen, denn er hat die Pisten gebaut. (Bild: PD)

Um ein bisschen Ruhe zu haben, schalte ich alle meine Geräte zur Aussenwelt in der Nacht in den Flugmodus. Am Morgen bin ich jeweils gespannt, was alles über die verschiedenen Kommunikationskanäle gekommen ist. Heute erfahre ich beispielsweise, dass sich zwei Kameraleute krankmelden. Wer nur ein bisschen Fieber hat, muss zu Hause bleiben, denn wir möchten die Ansteckungsgefahr möglichst tief halten. Ich muss also um 6 Uhr kurzfristig einen Kameramann-Ersatz aufbieten und wieder mehrere Kameraleute umstellen. Dies an einem Tag, der eigentlich ganz entspannt sein sollte.

Um 8 Uhr erfahre ich von Swiss-Ski, wer für die Damenabfahrt gesetzt ist und wer eine Ausscheidung fahren muss. Es gibt also doch noch Geschichten hinter dem Trainingslauf. Nach einer telefonischen Rücksprache mit SRF-Kommentator Jann Billeter weiss ich, dass auch die Österreicherinnen und die US-Amerikanerinnen um Startplätze fahren. Wie soll ich das nun wieder lösen? Da bräuchte ich im Ziel ja vier Kameras. Ich entscheide mich kurzfristig, einen Kameramann vom Berg ins Ziel zu holen. So habe ich immerhin eine Kamera mehr. Zum Glück hilft mir unser Produzent Beat Zumstein während des Trainings, wer von den Fahrerinnen jetzt vorne ist und welcher Startplatz wankt. So gelingt es uns einmal mehr, Freud und Leid auf die Bildschirme zu transportieren.

Nach dem Rennen wollte ich einmal etwas früher zurück zur Unterkunft. Denkste. Kurz nach dem Schluss des Trainings werden wir angefragt, ob wir am Donnerstag den Herren Slalom und gleichzeitig die Kombination der Damen produzieren können. Ich setze mich also an die Pläne und zähle die Kameraleute. Es fehlen noch einige und darum fragen wir gleich beim ORF nach. Ich hoffe, die Kollegen stellen uns wieder ihre Kameraleute zur Verfügung. Danach gehe ich auf den Hang und frage den Pistenchef, ob er mir mit dem Pistenfahrzeug ein zwei Meter hohes Podest bauen kann. Er ist davon nicht sehr begeistert, aber so ist es eben bei Olympia. Nur das Beste ist gut genug und dafür müssen sich alle einsetzen.

Ich schaffe es doch, ein bisschen früher zur Unterkunft zu kommen. Das ist mir wichtig, denn wir vom Key-Team gehen zusammen essen. Ich habe dazu Bernhard Russi eingeladen. Meine Kollegen wissen noch nichts davon, aber ich bin mir sicher, sie werden sich freuen.

Beni Giger

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