Berner Geldsegen für die St. Galler Stiftsbibliothek

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St. Gallen Die Stiftsbibliothek hat ihr Ziel erreicht: Der Bund hat den beantragten Betriebsbeitrag von jährlich 250000 Franken für den Zeitraum 2018 bis 2022 ­bewilligt. «Ich bin froh über den Entscheid – wir haben sehr darauf gehofft», sagt Stiftsbibliothekar Cornel Dora. Er geht davon aus, dass der Bund den Beitrag auch nach 2022 weiterhin leistet.

Die Stiftsbibliothek ist das einzige Ostschweizer Museum, das einen Betriebsbeitrag des Bundes erhält. «Das sollte sich ändern», sagt Dora. «Von ins­gesamt 5,9 Millionen gehen nur 250000 Franken an die Ostschweiz. Da besteht noch Luft nach oben.» Leer ausgegangen ist etwa das Textilmuseum St. Gallen. «Schade», sagt Tobias Forster, Präsident des Vereins Textilmuseum. «Doch es haben sich 35 Museen beworben, nur 13 wurden ausgewählt.» Da sei die Gefahr, nicht berücksichtigt zu werden, relativ gross gewesen.

«Ich freue mich, dass die Stifts­bibliothek nun bis zum Jahr 2022 Planungssicherheit hat», sagt Ständeratspräsident Ivo Bischofberger (CVP/AI). Der Betriebsbeitrag an die Stiftsbibliothek sei ein klares Indiz dafür, dass diese vom Bundesamt für Kultur als Kompetenzzentrum anerkannt werde und dementsprechend auch Würdigung erfahre. Bischofberger, Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur, hat zusammen mit den Ratskollegen Karin ­Keller-Sutter (FDP/SG) und Paul Rechsteiner (SP/SG) auf dieses Ziel hingearbeitet. (av/cla)3