Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BERGBAHNENSTREIT: St. Galler Regierung dreht den Geldhahn zu

Die Regierung erklärt den beiden Bahnbetreibern im Toggenburg den Tarif: So lange sie zerstritten sind, gibt es keine Subventionen mehr.
Regula Weik, Christoph Zweili
Die Fronten der beiden Bergbahn-Gesellschaften sind verhärtet. Geld vom Kanton fliesst vorerst keines mehr. (Bild: Benjamin Manser)

Die Fronten der beiden Bergbahn-Gesellschaften sind verhärtet. Geld vom Kanton fliesst vorerst keines mehr. (Bild: Benjamin Manser)

Regula Weik, Christoph Zweili

ostschweiz@tagblatt.ch

Die beiden Bergbahnbetreiber im Obertoggenburg liegen seit Monaten im Streit. Der St. Galler Volkswirtschaftschef Bruno Damann agierte als Vermittler – erfolglos. Seine Bemühungen brachten die Bergbahnen Wildhaus AG und die Toggenburg Bergbahnen AG einander nicht näher. Im Gegenteil: Die Fronten haben sich in den vergangenen Wochen verhärtet.

Nun hat die St. Galler Regierung genug von der Auseinandersetzung. Sie setzt den beiden Streithähnen das Messer auf die Brust: Raufen sie sich nicht zusammen, fliessen keine Subventionen – andere Druckmittel hat der Kanton nicht. Direkt zu spüren bekommen dies nun die Wildhauser Bergbahnen; die Regierung hat ihr Gesuch um Mitfinanzierung eines neuen 6er-Sessellifts abgelehnt.

«Das 15-Millionen-Projekt ist damit vorerst blockiert», sagt ein verärgerter Wildhauser Verwaltungsratspräsident Jack Rhyner. «Die Massnahme trifft die Falschen: Wir lehnen den Ticketpool nicht ab.» Die St. Galler Regierung verlangt von den Bergbahnbetreibern klipp und klar, dass sie den Gästen am gleichen Berg ein gemeinsames Ticket anbieten. Erst wenn dies der Fall sei, stelle sie weitere Bundes- und Kantonsgelder zur Verfügung. Wegen der Massnahme der Regierung drohe ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden, sagt Jack Rhyner. «Wenn nun das geplante Jufa-Hotel in Wildhaus und das Rekadorf abspringen, dann gute Nacht, Toggenburg.» Regierungsrat Damann befasst sich bereits mit möglichen weiteren Massnahmen. So prüft er eine Bergbahnenstrategie oder ein Bergbahngesetz. «Ich bin nicht sicher, ob ein Gesetz wirklich der richtige Weg ist», sagt er. «Aber möglich wäre es.»9, 22

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.