Bereits sieben Kandidaten für Ständeratssitze

KANTON ST. GALLEN/FRÜMSEN. Seit dem Wochenende ist klar: Im Herbst kämpfen mehr Parteien um einen der beiden St. Galler Ständeratssitze als vor vier Jahren. Dies, nachdem die EVP mit Parteipräsident und Kantonsrat Hans Oppliger aus Frümsen ins Rennen steigt.

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KANTON ST. GALLEN/FRÜMSEN. Seit dem Wochenende ist klar: Im Herbst kämpfen mehr Parteien um einen der beiden St. Galler Ständeratssitze als vor vier Jahren. Dies, nachdem die EVP mit Parteipräsident und Kantonsrat Hans Oppliger aus Frümsen ins Rennen steigt.

Oppliger ist bereits der siebte Kandidat; in den letzten Wahlen hatten sechs Parteien um den Einzug ins Stöckli gebuhlt. Kurz vor den Wahlen gab allerdings der Kandidat der BDP seinen Rückzug bekannt. Es würde nicht überraschen, wenn sich der Kreis der St. Galler Anwärter in den kommenden Wochen noch weiter ausdehnen würde – mindestens um die Grünliberale Margrit Kessler. Diese ist nicht abgeneigt, umso mehr, als ihr Sitz im Nationalrat wackelt und ihr daher zusätzliche Auftritte und Aufmerksamkeit gelegen kämen. Doch die nationale Parteileitung redet ein Wörtchen mit, und sie hat noch nicht entschieden.

Unabhängig davon dreht sich alles um die eine Frage: Kann die SP mit Paul Rechsteiner ihren Ständeratssitz halten? Oder gelingt es der CVP mit Thomas Ammann, das verlorene Mandat zurückzuholen? Der dritte gewichtige Player ist die SVP – sie zielt unverhohlen auf den Sitz der SP. Politbeobachter räumen SVP-Mann Thomas Müller gewisse Chancen ein, weisen gleichzeitig aber darauf hin, dass die Abwahl von Ständeräten eher selten ist. Gut möglich ist, dass die SP in einen zweiten Wahlgang muss.

Ruhiger kann Karin Keller-Sutter den Wahlherbst angehen. Links und Rechts sind sich einig, dass die Freisinnige erneut im ersten Wahlgang reüssieren wird. (rw) • LOKAL 4

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