Beim Hausbrand umgekommen

In der Nacht auf gestern Mittwoch brannte in Balzers ein Haus. Dabei kam ein 51jähriger Mann ums Leben, der in einem ausgebauten Stall eines Einfamilienhauses wohnte.

Magdalena Hilbe
Drucken
Teilen
Die Feuerwehren versuchen den Brand im angebauten Stall zu löschen. (Bild: VL)

Die Feuerwehren versuchen den Brand im angebauten Stall zu löschen. (Bild: VL)

BALZERS. Es ist 9 Uhr morgens am Heraweg: Es hängt ein stechender Geruch in der Luft, der in die Nase dringt. Die Feuerwehrmänner sehen müde aus, schon seit sieben Stunden sind sie auf den Beinen. Rund 80 Einsatzkräfte sind vor Ort – sechs Einsatzfahrzeuge stehen vor dem Einfamilienhaus, in dessen Scheune in der Nacht auf Mittwoch ein Feuer ausbrach.

Feuerwehrmann alarmierte

«Gegen halb drei fing der ausgebaute Stall eines Einfamilienhauses Feuer», wie die Landespolizei gestern morgen mitteilte. Ein Feuerwehrkamerad der Feuerwehr Balzers hat den Brand gesehen und sofort die Landespolizei informiert. «Wir versuchten mit Feuerlöschern ins Haus zu gelangen, um nach Personen zu suchen», sagt Timo Vogt, Kommandant der Feuerwehr Balzers.

Dies gelang den ersten Einsatzkräften, die vor Ort waren, jedoch nicht, da der Stall bereits in Vollbrand stand. «Wir mussten auf die Einsatzkräfte- und Fahrzeuge warten», sagt Timo Vogt. Erst dann konnte mit dem Löschen des Feuers begonnen werden. Während der Löscharbeiten wurde eine männliche Leiche geborgen. Bei dem Toten handelt es sich um einen 51jährigen Mann aus Balzers, der alleine in der Wohnung im Anbau des Einfamilienhauses wohnte.

Einfamilienhaus schützen

Während der Löscharbeiten war für die Feuerwehr Balzers erste Priorität, das Einfamilienhaus zu schützen. Als während der Löscharbeiten der Dachstuhl Feuer fing, wurde der Hubretter der Feuerwehr Vaduz angefordert. Zusätzlich wurde die Feuerwehr Triesen aufgeboten.

Am frühen Morgen musste die Feuerwehr ihre Arbeit einstellen, damit der Kriminaltechnische Dienst die Spurensuche aufnehmen konnte. Die Brandermittler der Landespolizei untersuchten die mögliche Brandursache und konnten noch am Vormittag die Spurensicherung abschliessen. Die Brandursache ist nach wie vor unklar. «Die Ermittler klären derzeit zwei mögliche Brandursachen ab», bestätigt Sibylle Marxer, Mediensprecherin der Landespolizei. Um welche es sich dabei handelt, wird die Landespolizei nach den abgeschlossenen Ermittlungen bekanntgeben.

Problem: Glutnester

Obwohl die Feuerwehren den Brand selbst unter Kontrolle brachten, waren sie noch bis am Nachmittag vor Ort. Das Problem waren die Glutnester, die sich in der Isolation des Daches des Anbaus befanden und sich schliesslich auch auf das restliche Gebäude ausbreiteten.

Damit im Einfamilienhaus nicht noch ein Wasserschaden entsteht, muss ein Notdach aufgestellt werden. Deshalb war die Versicherung am Nachmittag vor Ort und schaute sich die Lage an. «Ein Zimmereibetrieb kümmerte sich noch am Abend um dieses Notdach, welches aus Plastik besteht», sagt Timo Vogt.

«Der Einsatz war für die Feuerwehrmänner sehr anstrengend», sagt Timo Vogt. Diese waren von halb drei Uhr morgens bis gegen 13 Uhr am Nachmittag vor Ort. «Wir haben unsere Männer zwischendurch nach Hause geschickt, damit sie sich umziehen und aufwärmen konnten», sagt Vogt. Denn die Witterung war schwierig. In der Nacht regnete es, am frühen Morgen fiel sogar Schnee. Somit waren die Feuerwehrmänner bereits nach kurzer Zeit durchnässt – auch aufgrund des Löschwassers.

Aktuelle Nachrichten