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Bei Schweizern hoch im Kurs

81 Prozent aller Feriengäste im Toggenburg kommen aus der Schweiz, deutlich mehr als in den anderen drei Destinationen im Kanton. Insgesamt sinkt die Nachfrage weiterhin.
Herr und Frau Schweizer finden ihre Fotosujets in den Ferien gerne in der Destination Toggenburg. (Bild: Martial Trezzini/Keystone)

Herr und Frau Schweizer finden ihre Fotosujets in den Ferien gerne in der Destination Toggenburg. (Bild: Martial Trezzini/Keystone)

Wie das kantonale Amt für Statistik gestern mitteilte, lag die Anzahl der Logiernächte 2016 im Kanton St. Gallen auf dem tiefsten Stand der letzten 25 Jahre. Speziell in der Destination Toggenburg spricht die Statistik eine klare Sprache. Im vergangenen Jahr wurden hier nicht einmal mehr halb so viel Logiernächte gezählt wie vor 25 Jahren noch, als dieser Wirtschaftszweig eine Hochblüte erlebte.

Abgenommen hat nicht nur die Zahl der Logiernächte, gesunken ist im langjährigen Vergleich auch die Zahl der Ankünfte. Die Zimmerauslastung ist im Vergleich mit den anderen Destinationen im Toggenburg schwach, letztes Jahr lag sie bei 23,9 Prozent. Im Heidiland waren es 33,7, in der Region St. Gallen-Bodensee 40,9 und in der Region Zürichsee 42,2 Prozent. Als Folge der langjährigen Abwärtstendenz ist auch die Gesamtzahl der Betriebe stark zurück gegangen, vor allem kleine Hotels sind vom Strukturwandel betroffen. Am kleinbetrieblichsten strukturiert ist die Hotellerie im Toggenburg, die durchschnittliche Betriebsgrösse verzeichnete im letzten Jahr 34 Betten pro Betrieb. Im Heidiland waren es 45 Betten pro Betrieb, wobei in dieser Destination einige Grossbetriebe den Durchschnitt beeinflussen.

Wenig Russen, Araber oder Chinesen im Toggenburg

Der seit Jahren bestehende Abwärtstrend im Toggenburg stabilisiert sich gemäss Einschätzung der Statistiker nun auf tiefem Niveau. Existenziell für das Tal der sieben Berge sind die einheimischen, sprich Schweizer Gäste. In allen vier St. Galler Tourismusdestinationen entfiel im Jahr 2016 das Gros der Logiernächte auf die einheimischen Gäste. Ihr Anteil an den Logiernächten lag zwischen 51 Prozent am Zürichsee und 81 Prozent im Toggenburg und ist im Vorjahresvergleich überwiegend gestiegen. Der zweitwichtigste Markt für das Toggenburg ist Deutschland mit 12,6 Prozent aller Gäste. Danach folgen Frankreich, Italien, Österreich, Grossbritannien und die Niederlande, allerdings machen diese Länder zusammen nur etwas mehr als 3 Prozent aller Feriengäste im Toggenburg aus. Über den ganzen Kanton hinweg betrachtet, kommt den Gästen aus den neuen Märkten Russland, China, Golfstaaten und Indien eine steigende Bedeutung zu. Zu diesem Ergebnis kommt die Fachstelle für Statistik des Kantons St. Gallen in ihrem «Jahresbericht 2016 zum Aufenthaltstourismus». Allerdings betrifft das nicht das Toggenburg, das nur wenig Klientel aus diesen Märkten bekommt, hier spielen Asiaten oder Russen unverändert nur eine marginale Rolle.

Wie eingangs erwähnt, verzeichnete die St. Galler Hotellerie im Jahr 2016 gesamthaft einen Nachfragerückgang. In der Destination Zürichsee gingen die Ankünfte um vier Prozent und die Logiernächte um fünf Prozent zurück. Die stärksten Rückgänge verzeichnete mit minus acht (Ankünfte) respektive minus neun Prozent (Logiernächte) das Heidiland, wobei diese Entwicklung stark durch einzelbetriebliche ­Ereignisse beeinflusst war. Die Destination St. Gallen-Bodensee verzeichnete hingegen starke ­Zuwächse der Ankunfts- (+12 Prozent) und Logiernächtezahlen (+9 Prozent). Die Gäste verbrachten im Jahr 2016 durchschnittlich 2,1 Tage im jeweiligen Hotelleriebetrieb. (ab)

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