Bei der Eröffnung des Jubiläums dabei

Reisenotizen

Drucken
Teilen

Grabs Am vergangenen Sonntag, um 8.30 Uhr, fanden sich ­einige Interessierte aus Grabs beim Postauto ein, um gemeinsam für den Tag nach St. Gallen zu fah­ren. In der vollen St.-Laurenzen-Kirche fand der Eröffnungs­gottesdienst statt. Kirchenratspräsident Martin Schmidt aus Haag eröffnete das Jubiläumsjahr. Er sagte unter anderem, dass die Christen nach dem Wort des Apostels Paulus nicht Briefträger für das Evangelium seien, sondern selber Briefe. Er machte Mut für die Botschaft der Reformation einzustehen. Der Gottesdienst wirkte aufstellend und war sehr gut vorbereitet.

Nachher begaben wir uns im strömenden Regen zum Festzelt. Unterwegs sahen wir einige bekannte Gesichter aus dem Werdenberg. Zum Mittagessen gab es ­Vadian-Bier und Reformationswürste. Der Schreibende stand mit Ständerat Paul Rechsteiner in der Warteschlange – schweizerische Nähe der Politiker zum Volk.

Nachher gab es vielfältige Happenings in der ganzen Stadt. Wir Grabser gingen zu zwei Buchvorstellungen. «Zwingli-Wege» heisst das neue Buch von Yvonne und Marcel Steiner. Eine Art Wanderführer zu den Orten von Zwinglis Leben. Von Wildhaus nach Kappel am Albis. Eine ideale Gelegenheit für Wanderfreunde. Um 17 Uhr gab es einen Abschlussgottesdienst in der Kirche St. Laurenzen. Unter anderem stellte der Künstler Hans Thomann seine Installation der neuen Zürcher Bibel vor. Er hatte die ganze Bibel mit allen Seiten auf eine grosse Leinwand gespannt und brachte erstaunliche statistische Fakten zum Buch der Bücher. Wer weiss schon, wie viele Vokale in der ­Bibel vorkommen? Dann er­tönten, kunstvoll nacheinander oder auch gleichzeitig, die ­Glocken der einzelnen Kirch­gemeinden des Kantons (per Handy aufgenommen). Für Aufsehen sorgte die Reformier-Bar, ein Auto, komplett ausgerüstet mit Grill, Herdplatte, Kaffee­maschine, Soundsystem, Kühlschubladen und Festbankgarnitur. Garantiert wird sie während des kom­menden Reformationsjahres auch im Werdenberg zu ­sehen sein. Gesendet vom Betruf der aus Grabs stammenden ­Pfarrerin Marilene Hess, begab sich die Grabser Delegation zufrieden und erfüllt vom Tag nach Hause. (pd)