Begleitgruppen eröffnen dem Rat neue Sichtweisen

SEVELEN. Seit einigen Monaten sind drei Begleitgruppen tätig. Sie haben keine Entscheidungsbefugnis, sondern sind ein beratendes Organ für den Gemeinderat.

Heini Schwendener
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SEVELEN. Seit einigen Monaten sind drei Begleitgruppen tätig. Sie haben keine Entscheidungsbefugnis, sondern sind ein beratendes Organ für den Gemeinderat. Gemeindepräsident Roland Ledergerber lobte an der Bürgerversammlung vom Dienstag das Wirken dieser Begleitgruppen, die den Ratsmitgliedern zuweilen neue Sichtweisen eröffnen.

Raumprogramm entwerfen

Willi Fenk stellte die Begleitgruppe Betagtenheim vor. Ihr ging es um die Klärung grundsätzlicher Fragen wie: Wer soll bauen, die Gemeinde oder ein Generalunternehmer? Sind Feuerwehr und Zinslihof in die Planung mit einzubeziehen? Welche Rechtsform sollen die Betreiber haben? Derzeit bereitet die Begleitgruppe das Raumprogramm vor und wird danach einen entsprechenden Antrag an den Gemeinderat stellen.

Ugo Petrillo und Patrik Hämmerle referierten über das Areal Drei Könige. Sie kamen zum Schluss: Der Gemeindesaal ist jetzt am falschen Standort. Ausserdem wäre eine Renovation des bestehenden Restaurants zu teuer. Um zu entscheiden, wo der Gemeindesaal dereinst sein soll, braucht es eine langfristige Strategie unter Einbezug aller Gemeindeliegenschaften. Dieses Thema, so die Begleitgruppe, sei genau so dringend wie das Betagtenheim.

Trottoir wird ausgebaut

Hansueli Spitz referierte über die Begleitgruppe Verkehr. Der Teilstrassenplan für ein durchgehendes Trottoir an der Guscha- und an der Arinstrasse werde demnächst aufgelegt, diesbezüglich gehe also etwas. Die Schildstrasse könne am schnellsten verlegt werden, wenn die Gemeinde die Kosten alleine übernehme und nicht auf das 17. Strassenprogramm warte. Die Mehrheit der Begleitgruppe würde das begrüssen. Die Kontakte mit den SBB bezüglich einer Nordumfahrung light waren nicht sehr vielversprechend. Die SBB hätten kein Interesse an einem noch stärker befahrenen Niveauübergang und würden auch sicher nichts dafür bezahlen.

Der ehemalige EWS-Chef Rudolf Senn kritisierte die Eignerstrategie des Gemeinderates für das EW Sevelen. Der Abgang des kaufmännischen Leiters werfe Fragen auf. Senn befürchtet, dass der Goldesel der Gemeinde einfach geschlachtet werde. Zu viele Leute ohne Grundkenntnisse würden da nun mitreden.