Baustelle weiträumig umfahren

Vom 22. Juni bis zum 20. August wird die SBB-Überführung bei der Rondelle in Buchs wegen einer Baustelle gesperrt. Davon werden täglich Tausende Fahrzeuglenker betroffen sein. Die Umfahrung ist weiträumig signalisiert.

Heini Schwendener
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Die Bahnüberführung bei der Rondelle ist ab dem 22. Juni von Kreisel zu Kreisel (rot gekennzeichnet) gesperrt. Grün ist die Umfahrung markiert. (Bild: pd)

Die Bahnüberführung bei der Rondelle ist ab dem 22. Juni von Kreisel zu Kreisel (rot gekennzeichnet) gesperrt. Grün ist die Umfahrung markiert. (Bild: pd)

BUCHS. Die Überführung bei der Rondelle passieren an einem durchschnittlichen Werktag 18 500 Fahrzeuge. Deren Lenker werden sich während der Sommerferienzeit und darüber hinaus während total neun Wochen umgewöhnen müssen. Wegen der Vergrösserung des Giessen-Durchlasses wird die Überführung gesperrt.

Bewusst Ferienzeit gewählt

Der Buchser Stadtrat August Wehrli sagte gestern an einer Medienorientierung: «Mit einer Strassenschliessung schafft man sich nie Freunde, dessen sind wir uns bewusst.» Weil aber die Bauarbeiten am Giessen-Durchlass noch in diesem Jahr ausgeführt werden müssten, habe man sich entschlossen, sie wenigstens auf die Ferienzeit zu verlegen. Dann zirkuliere sicher weniger Verkehr, und auch die Schulkinder aus der Birkenau, die täglich die Überführung auf ihrem Schulweg benutzen, müssen somit nur während vier statt neun Wochen einen Umweg in Kauf nehmen.

Während der Bauzeit vom 22. Juni bis zum 20. August muss die Baustelle bei der Rondelle weiträumig umfahren werden (vgl. Karte). Hierzu bieten sich einerseits bereits die Autobahnausfahrten Haag und Sevelen an, wo entsprechende Signalisationen angebracht werden. «Für jene Personen, die von Schaan kommend das Zentrum von Buchs anfahren wollen, wurde mit der Umfahrungsmöglichkeit über die Langäulistrasse eine Alternative geschaffen», erklärte August Wehrli, der im Stadtrat für Verkehrsfragen zuständig ist.

Bushalt bei Lokremise

Ursprünglich war geplant, dass auch die Busse von und nach Liechtenstein über die Langäulistrasse und die Güterstrasse zum Bahnhofplatz fahren würden. Inzwischen wurde aber eine neue Lösung gefunden. Für die Fahrgäste der Busse über den Rhein wird an der Rheinstrasse bei der Lokremise, auf der Ostseite des Bahnhofs, eine vorübergehende Haltestelle eingerichtet. Die Fahrgäste müssen somit einen kleinen Fussweg von zwei bis drei Minuten durch die Fussgängerunterführung zu den SBB-Perrons oder den Bussen auf der Schweizer Seite unter die Füsse nehmen. Dieser Weg wird signalisiert.

Für die baulichen Belange ist im Buchser Stadtrat Hanspeter Schwendener zuständig. Er informierte über den Auslöser der unpopulären Verkehrsumleitung, die in den nächsten Wochen bestimmt etliche Stammtischgespräche befeuern wird.

«Das grösste Nadelöhr»

Das Problem ist der Durchlass des Giessens unter der Rondellenunterführung. Hydraulische Berechnungen hätten ergeben, dass dieser Durchlass eine ungenügende Hochwasserkapazität aufweise. «Dieser Giessen-Durchlass ist das grösste Nadelöhr in der Gemeinde», sagte Hanspeter Schwendener. Ziel der Sanierung sei es, die Kernzone mit ihren hohen Gebäudewerten und das Stüdtliquartier wirksam vor überflutendem Hochwasser aus dem Giessen zu schützen. Verschiedene Massnahmen wurden geprüft, ehe entschieden wurde, den kleinen Durchlass bei der Rondelle zu vergrössern.

Dafür müssen die Erdaufschüttungen sowie der Fahrbelag und die Lärmschutzmauern über diesem Durchlass bis und mit der Durchlassdecke abgetragen werden. Die neue Decke des Durchlasses besteht aus vorgefertigten U-Profilen, die 75 Zentimeter höher sein werden als die bisherige Decke. Es wird dann auch nichts mehr von der Deckenkonstruktion ins Gerinneprofil ragen, was natürlich auch die Gefahr von teilweisen oder vollständigen Verklausungen (Verstopfungen) des Durchlasses wesentlich verringert.

1,3 Millionen Franken

«Natürlich werden im Zuge dieser Arbeiten auch die Lärmschutzwand und der Belag der Strasse erneuert, damit die für das Buchser Zentrum verkehrstechnisch wichtige Rondelle wieder fit für die Zukunft ist», erklärte Projektleiter Andreas Rohrer von der Buchser Bauverwaltung. Die Sanierung des Giessen-Durchlasses wird 1,3 Millionen Franken kosten, drei Viertel davon bezahlt der Kanton.